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Elser

Georg Elser (Christian Friedel) erklärt Nebe (Burghart Klaußner, li.) und Heinrich Müller (Johann von Bülow, re.), wie er die Bombe gebaut hat.
Georg Elser erklärt Nebe und Heinrich Müller, wie er die Bombe gebaut hat. | Bild: SWR/Lucky Bird Pictures GmbH / Bernd Schuller

Fernsehfilm Deutschland 2018

Am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Pult, an dem Hitler seine Jubiläumsrede hielt, eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der festgenommene Mann ist Georg Elser, ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn.

Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe und dem Gestapochef Heinrich Müller zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist – dass der Mann, den er töten wollte, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht und die Geschichte seiner Tat schildert. Er wird gefoltert, weil Nebe und Müller ihm nicht glauben, dass er seine Tat ganz allein beging. Nach den Verhören kommt er in die Konzentrationslager Sachsenhausen und Dachau, wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird – nur wenige Tage vor Ende des Krieges. 

Wer war dieser Mann, der aus einfachen Verhältnissen kam, der aber die Gefahr, die von Hitler ausging, deutlicher erkannte als die meisten anderen? Der bereit war zu handeln, als diese anderen mitliefen oder schwiegen? Regisseur Oliver Hirschbiegel und die Autoren Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer erzählen die packende Geschichte eines Handwerkers, der trotz schwerster innerer Konflikte in Kauf nahm, durch seine Tat auch andere Menschen zu töten als denjenigen, dem sie eigentlich galt. 

Realisiert hat Oliver Hirschbiegel "Elser" mit einem hochkarätigen Darstellerensemble. In der Titelrolle ist Christian Friedel zu sehen, der dafür mit dem Metropolis Preis ausgezeichnet wurde. Desweiteren spielen Katharina Schüttler, Burghart Klaußner und Johann von Bülow, David Zimmerschied, Felix Eitner, Rüdiger Klink, Cornelia Köndgen und Martin Maria Abram. Der Film war 2015 im Kino zu sehen und wurde unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Produktion ausgezeichnet.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Georg Elser Christian Friedel
Elsa Katharina Schüttler
Artur Nebe Burghart Klaußner
Josef Schurr David Zimmerschied
Hans Eberle Felix Eitner
Heinrich Müller Johann von Bülow
Erich Rüdiger Klink
Maria Elser Cornelia Köndgen
Ludwig Elser Martin Maria Abram
Finkbeiner Thomas Gräßle
Musik: David Holmes
Kamera: Judith Kaufmann
Buch: Léonie-Claire Breinersdorfer
Fred Breinersdorfer
Regie: Oliver Hirschbiegel
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