Anke Engelke im Kurzinterview

Anke Engelke in "Wellness für Paare".
Anke Engelke in "Wellness für Paare".

Mit welchen Erwartungen haben Sie sich auf die Dreharbeiten eingelassen?

Nein, Erwartungen hatte ich null, ich mochte ja von Anfang an, also seit dem ersten Treffen mit Jan, die Aussicht auf das Unberechenbare, die Überraschung, die Notwendigkeit von Flexibilität. Wenn ich mich auf etwas gefreut habe, dann auf die Kollegen und Kolleginnen, ich war ja von Anfang an Fan von jedem einzelnen Ensemblemitglied: Unser Treffen am Abend vor dem ersten Drehtag war schon so angenehm, wir ahnten alle, dass wir etwas Besonderes erleben und gestalten werden würden. Improvisation sehe ich als Kombi aus Maximalkonzentration (in der Figur bleiben, in ihrer Sprache, ihrem Körper, ihren Gefühlen, immer in der gelernten Biografie denken) und totaler Lässigkeit (alles vergessen, kein Krampf, Alltag zulassen, Reaktionen abwarten, die eigenen und die der anderen, nix Vorgekautes ausspucken, nur im Moment sein), und das sind – merke ich gerade – zwei meiner Lieblingszustände.

Hatten Sie gar keine Bedenken, ohne Drehbuch zu arbeiten?

Nee, wenn man bei seiner Rolle bleibt und sich natürlich in ihr bewegt, kann ja nix schief gehen, man kann ja, wennn’s doof wird, schweigen oder einschlafen oder weggehen: Wo kein Drehbuch ist, gibt’s auch keine Texthänger oder Versprecher.

Klingt so, als sei es ganz angenehm, ohne Drehbuch zu arbeiten ...

Angenehm ist, dass man den anderen entspannter zuschauen kann beim Spielen. Das Ensemble war 1A, ich war im Grunde durchgehend im meet & greet-heaven! Mit festgelegten Dialogen und Handlungen weiß man ja, was kommt, da passiert das Überraschende höchstens in Kleinstvariationen. Bei der Improvisation ist alles auf eigene Gefahr, es könnte alles passieren. Leider ist man zu kollegial, um die anderen mitzunehmen auf echte Trips, also extrem zu spielen, die Rahmengeschichte zu verlassen, die Vorgaben über den Haufen zu werfen. Aber dann würde es spannend werden, dann müsste man den Balanceakt schaffen zwischen Wahnsinn und Realismus.

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