Anneke Kim Sarnau im Kurzinterview

Anneke Kim Sarnau in "Wellness für Paare".
Anneke Kim Sarnau in "Wellness für Paare".

Mit welchen Erwartungen haben Sie sich auf dieses Experiment eingelassen?

Ich hatte mit einer Freundin "Altersglühen" gesehen, den Film gefeiert und die Kollegen um die Freiheit im Spiel beneidet und bewundert. Als circa ein Jahr darauf das Angebot kam, selber bei solch einem Projekt mitzuspielen, dazu noch als Partnerin von Bjarne, war ich sofort begeistert. Wir trafen uns dann vorher zu dritt, bekamen von Jan Vorschläge für unsere Figuren und unser Verhältnis als Paar. Wir hatten alle selber noch eine Menge Ideen und mit Telefonaten und E-Mails relativ schnell unsere Figuren zusammen. Einem von uns wurde dann noch ein "Geheimnis" mit auf den Weg gegeben, welches wir im Spiel einbauen sollten, und so konnten die Rollen dann vor sich hin köcheln, bis unser crazy Wochenende losging! Ich war schon aufgeregt beziehungsweise unsicher, inwiefern wir im Zusammenspiel oder auch alleine unsere Wege und Geschichten würden "pushen" müssen, ob es eventuell gar zu peinlichem Stocken und Unsicherheiten kommen würde. In der Bahn zum Drehort hatten sich einige von uns bereits getroffen, das hatte schon eine Energie à la Klassenfahrt: aufgeregt, aber freudig!

Wie haben sich die Dreharbeiten von "normalen" Produktionen unterschieden?

Es gab ein paar grundsätzliche Verabredungen, ein kurzes Kennenlernen des Teams, des Drehortes, Maskenzeiten und letzte Kostümproben, dann durften wir uns ins Vergnügen stürzen. Mit jeweils einem Ton- und zwei Kamera- Menschen pro Paar und mit kurzen allgemeinen Absprachen gab es dann die Chance, dass wir uns frei innerhalb eines sehr grob gesteckten Rahmens bewegen konnten. Daraus entstand innerhalb kurzer Zeit eine Freiheit und Energie, eine unfassbare Spielfreude und -lust, aus welcher die eigene, die Paargeschichte und sogar das Zusammenspiel mit den anderen tollste Dimensionen und Wege nahmen. Die Geschichte floss aus uns heraus. Für mich war diese Art zu arbeiten massivst beglückend und berührend, eine Reise in die Möglichkeiten des befreiten und dennoch bewussten, professionellen Spielens! Kurz: Diese Arbeit hat alle Erwartungen übertroffen. Es war eine Mischung aus Geburtstag, Weihnachten und Ostern: herrlich!!!

Was haben Sie an dem Dreh denn am meisten genossen?

Dadurch, dass keine einzelnen, teils bis in kleinste zerstückelte Szenen inklusive Set- und Lichtumbauten stattfanden, hatten wir die Chance, riesige Bögen zu spielen, ohne das oft mühsame Warten am Set, bei dem wir Schauspieler oft unseren inneren "Motor" warm halten, um dann auf den jeweiligen Punkt, auf ein Kommando hin maximal zwei, drei Minuten lang vor der Kamera die Geschichte, die einzelne Situation zu spielen. Durch die Möglichkeit, beispielsweise um 10 Uhr anzufangen, wissend, dass wir bis 12 Uhr am nächsten verabredeten Punkt angekommen sein sollten, entwickelte sich die Geschichte im Moment, und wir konnten – wie gesagt – alles fließen lassen, loslassen, tanzen vor und mit dem Spielpartner und dem jeweiligen kleinen Filmteam – ein Geschenk!

2 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird sobald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.