Interview mit Angela Kovács

Angela Kovács ist Kommissarin Irene Huss.
Angela Kovács ist Kommissarin Irene Huss.

Wie sind die Dreharbeiten zur zweiten Staffel gelaufen: War es für Sie leichter oder schwerer, in die Rolle der Irene Huss zu schlüpfen?

Ich dachte eigentlich, dass es beim zweiten Mal leichter werden würde, aber am Anfang war es genau umgekehrt. Wir drehten an verschiedenen Orten und ich stellte fest, dass die Leute "Irene" aus der ersten Staffel erkannten. Es war also unmöglich, inkognito zu drehen. Das hat mich sehr überrascht und zunächst auch verwirrt. Doch nach ein, zwei Tagen konnte ich mich besser fokussieren.

Irene Huss ist konfrontiert mit den abgründigsten Verbrechen. Hat sich Schweden zu so einer verkommenen Gesellschaft entwickelt?

Ich glaube, dass Menschen heutzutage generell – und das schließt die Schweden mit ein – immer weniger das Gefühl haben, Kontrolle über ihr eigenes Leben zu haben. Dieses Gefühl der Ohnmacht ist der perfekte Boden, auf dem kriminelles Verhalten wächst.

Irene Huss ist Kommissarin mit Leib und Seele, nicht selten gerät sie bei der Aufklärung ihrer Fälle in Lebensgefahr. Ist sie sich der Risiken bewusst?

Ihr Beruf hat Irene Huss schon immer viel bedeutet. Nun, da die Zwillinge älter sind, stürzt sie sich noch bedingungsloser in die Arbeit. Dabei agiert sie jedoch überhaupt nicht aus dem Kopf heraus. Ich sehe sie als totalen "Bauchmenschen", der eine sehr, sehr gute Intuition hat.

Krister kümmert sich um die Familienangelegenheiten. Nimmt er es Irene manchmal übel, dass sie nicht mehr für die Familie da ist?

Ja, das wirft er ihr manchmal vor. Doch am Ende des Tages ist er auch stolz darauf, mit so einer klugen und hart arbeitenden Frau verheiratet zu sein.

Wie hat "Irene Huss" Ihr Leben verändert?

Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich mein Leben ohne "Irene Huss" entwickelt hätte. Es ist eine großartige Erfahrung, immer mehr in diese Rolle zu schlüpfen. Ich bin Helene Tursten sehr dankbar, die diese anspruchsvolle Figur entwickelt hat. Aber ich bin auch dankbar, dass ich diesen Job erst jetzt bekommen habe und nicht, als ich in den Zwanzigern war. Als wir die erste Staffel drehten, hatte ich schon 18 Jahre Schauspielerfahrung. In der Lage zu sein, sowohl Theater als auch Filme machen zu können, ist eine großartige Situation für eine Schauspielerin.

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