Kenneth Branagh ist Kommissar Kurt Wallander

Kenneth Branagh ist Kommissar Kurt Wallander
Kenneth Branagh ist Kommissar Kurt Wallander

Nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art hatte Kenneth Branagh seinen ersten Theaterauftritt im Londoner West End in "Another Country", für den er 1982 als vielversprechendster Nachwuchs mit dem Society of West End Theatre’s Award ausgezeichnet wurde. Zahlreiche weitere Bühnenrollen folgten, darunter "HeinrichV.", "Verlorene Liebesmüh" und "Hamlet". 1985 gründete er die Renaissance Theatre Company.
Produktionen, bei denen Branagh als Autor, Darsteller oder Regisseur wirkte, umfassen "Public Enemy", "Blick zurück im Zorn", "Onkel Wanja", "König Lear", "Ein Sommernachtstraum" und "Coriolanus". Er führte Regie bei der Erfolgskomödie "The Play What I Wrote", die es vom Londoner West End an den Broadway schaffte und für den Tony nominiert war. In Großbritannien kehrte er in "Richard III." und "Edmond" auf die Bühne zurück.

Erster erfolgreicher Ausflug in die Welt des Films

Schon sein erster Ausflug in das Filmgeschäft war erfolgreich: "Henry V." (1989) wurde neben Oscar-Nominierungen in den Kategorien Bester Schauspieler und Beste Regie mehrfach international ausgezeichnet. In der Folge stand Kenneth Branagh mehrfach in Hollywood hinter und vor der Kamera, wie etwa in "Schatten der Vergangenheit" (1991), der ein großer internationaler Erfolg wurde. Im Anschluss führte er Regie beim Ensemblefilm "Peter’s Friends – Freunde sind die besten Feinde", der den Evening Standard Peter Sellers Award for Comedy gewann. "Viel Lärm um nichts" wurde als seine zweite Shakespeare-Verfilmung zu einem Erfolg. Im selben Jahr wurde sein Kurzfilm nach Tschechows Einakter "Schwanengesang" (1992) für den Oscar nominiert.

Mehrfach ausgezeichnet

Er führte Regie beim Kassenschlager "Mary Shelleys Frankenstein" mit Robert De Niro. Sein Schwarz-Weißfilm "Ein Winternachtstraum" eröffnete 1996 das Sundance Film Festival und gewann den angesehenen Osella D’Oro beim Filmfestival in Venedig. Sein von der Kritik gefeierte Spielfilmfassung von "Hamlet", gedreht auf 70 mm, erhielt vier Oscar-Nominierungen. Branaghs vierte Filmadaptation eines Shakespeare Stücks war eine Musicalversion von "Verlorene Liebesmüh’".

Noch mehr Nominierungen und Auszeichnungen

Als Schauspieler wirkte er mit in Pat O’Connors "A Month in the Country" (1987), Oliver Parkers "Othello" (1995), Robert Altmans "GingerbreadMan – Eine nächtliche Affäre" (1998), Woody Allens "Celebrity – Schön, reich, berühmt" (1998), Paul Greengrass’ "Vom Fliegen und anderen Träumen" (1998), in Danny Boyles 1999 gedrehter Science-Fiction-Komödie "Alien Love Triangle", Barry Sonnenfelds "Wild Wild West" (1999), Philip Noyces "Der lange Weg nach Hause" (2002) und dem zweiten Harry-Potter-Film "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" (2002).
Auch in bedeutenden Fernsehfilmen war er zu sehen: Seine Rolle in "Die Wannseekonferenz" (2001, Regie: Frank Pierson) brachte ihm einen Emmy als Bester Darsteller und eine Golden-Globe-Nominierung ein, für "Warm Springs" (2005, Regie: Joseph Sargent), in dem er Franklin D. Roosevelt spielte, erhielt er eine Emmy-Nomierung, einen Golden Globe und einen AGAward. Zu seinen aktuellen Arbeiten zählen die Regie bei "As You Like it" (2006), ein Film über Mozarts Oper "Die Zauberflöte" (2007) und "1 Mord für 2" nach dem Buch von Harold Pinter mit Jude Law und Michael Caine in den Hauptrollen.

Als Wallander vor der Kamera

2008 stand er in einer der Hauptrollen von Richard Curtis Komödie "Radio Rock Revolution" vor der Kamera, und wechselte anschließend in London ans Theater, wo er die Hauptrolle im Tschechow-Stück "Iwanow" übernahm, für die er von der Kritik gefeiert wurde. Die Rolle des Kurt Wallander in drei Verfilmungen "Kommissar Wallander" der gleichnamigen Romane des Bestseller-Autors Henning Mankell bescherte Kenneth Branagh großes Lob seitens der Kritiker. Ende März 2009 wurde "Kommissar Wallander" für den BAFTA Award nominiert.

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