Die Quote soll's richten!?

Die Diskussion um eine gesetzliche Frauenquote liefert heftigen Zündstoff – nicht erst seit die Gleichstellungbeauftragte gegen das Familienministerium geklagt hat. 2011 war sich die damalige Familienministerin Kristina Schröder sicher, dass die Unternehmen ihre freiwillige Selbstverpflichtung in Sachen Frauenquote schon einhalten würden. Doch weit gefehlt, die Zahl der Frauen in den oberen Etagen ist nach wie vor gering.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Die Bundesregierung einigte sich jetzt im Koalitionsvertrag darauf, eine gesetzliche Regelung zu verankern. Demnach sind börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen ab 2016 verpflichtet, 30 Prozent der Aufsichtsratssitze mit Frauen zu besetzen. "Die Zeit der Appelle ist vorbei", kommentierte Justizminister Heiko Maas den Gesetzesentwurf. "Wir haben heute die am besten ausgebildeten Frauen überhaupt. Das muss sich endlich auch in den Chefetagen widerspiegeln."

Wie weit dürfen Regelungen wie die Frauenquote gehen, die mehr Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männer bewirken sollen?
Diese Frage haben wir Entscheidungs- und Meinungsträgern gestellt.