Statement der Produzenten

"Das weiße Kaninchen".

»Cybergrooming gehört zu den Verbrechen mit den höchsten Steigerungsraten. Doch nicht nur das hat uns schockiert, als wir durch eine Reportage auf dieses Thema aufmerksam gemacht wurden, sondern die besonders perfide Art der Anbahnung von sexuellem Missbrauch im Internet. Durch Vorgabe falscher Identitäten, Komplimente und falsche Versprechen erschleichen sich Pädokriminelle in sozialen Netzwerken oder Onlinespielen das Vertrauen der jungen Internetnutzer – nicht selten mit dem Ziel, diese auch im realen Leben zu treffen und zu missbrauchen.

Das Ausmaß und die Häufigkeit dieser Vergehen sind erschreckend, doch noch erschreckender ist die fehlende Sensibilisierung im Hinblick auf die Gefahren bei der Nutzung sozialer Medien. Es mangelt nach wie vor an Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Eltern und Erziehern. So sehr Cybergrooming zum festen Bestandteil unserer Onlinewelt geworden ist, so wenig ist es in der Öffentlichkeit bekannt. Wir danken dem SWR für die Möglichkeit, diese Verbrechen in die öffentliche Diskussion zu bringen und wünschen uns, dass der Film "Das Weiße Kaninchen" – auch mittels seiner ungewöhnlichen Erzählweise und Inszenierung – die Zuschauer aufrüttelt und die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf die stetig wachsende Zahl an Cybergrooming-Delikten lenkt.«