Statements der Schauspieler

Katharina Schüttler und Maximilian Brückner beim Drehstart in Schönbrunn
Katharina Schüttler und Maximilian Brückner beim Drehstart in Schönbrunn

Katharina Schüttler als Clara Immerwahr:

»Die Begegnung mit Clara Immerwahr und ihrer Geschichte hat mich zutiefst berührt. Ich war erstaunt und erschüttert zugleich, dass ich noch nie zuvor von ihr gehört hatte. Schon in jungen Jahren war sie überaus talentiert und ein Mensch, der vor Begeisterung und Leidenschaft für die Chemie, die Materie, aus der unsere Welt geschaffen ist, förmlich übersprühte. Trotz ihrer außergewöhnlichen Willensstärke und Kraft hat sie letztendlich ihren Platz in der Welt nicht einnehmen dürfen. Die von Männern dominierte wissenschaftliche Welt verweigerte ihr eine wirkliche Zusammenarbeit.

Der Traum, forschen zu können und gemeinsam die Welt mit Hilfe der Wissenschaft zu einem besseren Ort zu machen, verband sie anfänglich mit ihrem Mann Fritz Haber. Diese vollkommen unterschiedlichen Persönlichkeiten scheiterten letzten Endes an ihren grundlegend verschiedenen Intentionen und wurden im Laufe ihres gemeinsamen Lebens immer einsamer und einander fremder: Clara, eine Visionärin, immer das Wohl der Menschen im Blickfeld, und Fritz, ein Getriebener, immer bemüht, seinen Selbstwert zu behaupten.

Im Mai 1915 erschießt sich Clara mit der Waffe ihres Mannes. Für mich ist das wie ein verzweifelter letzter Versuch, ihn aufzurütteln. Die Welt war kriegsbesessen, und ihre geliebte Chemie wurde plötzlich nicht mehr als Wunderwaffe gegen den Welthunger, sondern zur Vernichtung von Leben eingesetzt.«

Maximilian Brückner als Fritz Haber:

»Für mich war die Figur des Fritz Haber bis jetzt eine meiner größten Herausforderungen. Zum einen, die große Altersspanne optisch sowie körperlich überzeugend rüberzubringen, zum anderen, die Widersprüche dieses Mannes in all seinen Facetten darzustellen. Ein Mensch, der um jeden Preis dazugehören will und dafür seine Überzeugungen, seine Ehe und schließlich seine Frau opfert.«

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