Franziska Weisz über diesen "Tatort"

Julia Grosz (Franziska Weisz)
Franziska Weisz in ihrer Rolle als Julia Grosz | Bild: NDR/Christine Schroeder

War das Verhältnis zwischen Julia Grosz und ihrem Kollegen Falke in den vergangenen drei Fällen immer noch ein bisschen angespannt, so wachsen die beiden in ihrem vierten gemeinsamen Fall zu einem Team zusammen. Die spröde Afghanistan-Rückkehrerin Grosz hat durch die Zusammenarbeit mit dem impulsiven Hamburger Falke ihren Weg zurück ins Leben und in ihren Beruf gefunden.

Ihr Trauma, nach einer schweren Verwundung in Afghanistan, scheint sie unter Kontrolle zu haben. Langsam hat sie sich an ihre neue Position als Partnerin im Ermittler-Duo der Bundespolizei herangetastet. Während Falke schon mal aus der Haut fährt, ist Julia Grosz die Überlegte im Team. Sie ist eine kluge, sehr kontrolliert wirkende Frau. Eine Kommissarin, die ganz im Gegensatz zum "Straßenbullen" Falke etwas unnahbar erscheint, aber ebenso durch ihre Hartnäckigkeit und Kompetenz in der Ermittlungsarbeit überzeugt.

Statement von Franziska Weisz

»Es gibt so viele Realitäten, wie es Menschen gibt. Auch wenn zehn Leute dasselbe erlebt haben, klingt es nachher von jedem anders, wenn er es aus seiner Warte erzählt. Diese Situation in einem 'Tatort' auszuloten, war ungeheuer spannend. Wir hatten einen Wahnsinnsspaß daran, wirklich verschiedene Versionen derselben Situation auszuarbeiten. Da es jeweils subjektive Erzählungen sind, kann ich als Schauspielerin meine Figur auch anders ausschmücken.

Wenn Falke von einer Szene erzählt, in der es ganz schön knistert zwischen Grosz und Spieß, kann ich als Grosz in dieser Variante der Szene extremer werden und in der Phantasie von Falke schwelgen. Anschließend sieht man dann die trockenere Variante, die Grosz selbst erzählt. Wir spielen im wahrsten Sinn des Wortes mit den Erwartungen des Zuschauers. Man weiß nicht: Spinnen die beiden jetzt, oder hat der eine einfach was anderes erlebt als der andere? Das war ein spannender Ansatz, um eine neue spielerische Ebene zwischen Falke und Grosz einzuziehen.«

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