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Eisner und Fellner

Harald Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner

Zur Rolle

Harald Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner (Bild: RBB/ORF) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Harald Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner ]
Major Moritz Eisner ist ein "lonesome cowboy". Er führt Regie, er
überführt die Täter. Die Mitarbeiter, die ihm je nach Fall zur Seite gestellt
werden, empfindet er oft eher als störend denn als hilfreich. Jedenfalls
braucht es seine Zeit, bis er den neuen Kollegen auch was zutraut. Er gilt
als Spezialist, deswegen wird er häufig als Leiter von
Sonderkommissionen zur Lösung kniffliger Fälle in die Bundesländer
geschickt. In solchen Fällen wird jeweils ein eigenes Team
zusammengestellt, aber auch als Mitglied der Wiener Mordkommission
behält er seinen Status als Einzelkämpfer bei.

Eisner arbeitet mit kriminalistischer Intuition. Er hat den richtigen
Riecher, eine Fähigkeit, die entscheidend für den Erfolg ist, trotz aller
modernen, technisch gestützten Aufklärungsmethoden. Seine
freundliche, beinahe harmlose Ausstrahlung hilft ihm, das Vertrauen der
Menschen zu erlangen, und so mancher Tatverdächtige merkt erst zu
spät,dass die freundliche,verständnisvolle Art der Fragen des
Kommissars nur ein Mittel war, um ihn in die Falle zu locken. Manchmal
versucht Eisner auch als Privatmann inkognito in den Dunstkreis
möglicher Täter einzudringen, um ihnen Informationen zu entlocken, an
die man als offizieller Ermittler nie herankäme. Eisners Arbeit wird von
seinen Mitarbeitern und Vorgesetzten geschätzt. Mit seinem
sarkastischen Witz und mit seiner rauen Art schafft er sich allerdings
nicht nur Freunde. Er kann, wenn er missmutig ist, ziemlich grob werden.
Andererseits beherrscht er den "Schmäh", er kann mit den Leuten in
ihrer Sprache reden – vorausgesetzt, er ist ausgeschlafen und er hat
bereits einen Kaffee gehabt.

Zur Person

Den Chefinspektor im kennt das Fernsehpublikum aus Rollen in mehreren
Spielfilmen wie etwa "Die Superbullen" und "Tödliches Geheimnis". Doch
populär wurde der Österreicher durch die Titelrolle der SAT.1-Serie "Der
Bergdoktor". Vor seinem Engagement für Film und Fernsehen stand
Krassnitzer mehr als zehn Jahre in Salzburg, Graz, Wien und Saarbrücken
auf der Theaterbühne.

Adele Neuhauser als Bibi Fellner

Zur Rolle

Adele Neuhauser alias Bibi Fellner (Bild: rbb/ORF/ Ali Schafler) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Adele Neuhauser alias Bibi Fellner ]
Kommissar Eisner bekommt Verstärkung – auch wenn die so wie er schon etwas in die Jahre gekommene Bibi Fellner (Adele Neuhauser) mit ihren psychischen Problemen und ihrem Hang zum hochprozentigen Jägermeister nicht gerade das ist, was er sich unter einem unterstützenden Kollegen vorgestellt hat: "Ich brauch' einen Assistenten, kein Wrack!", sagt Eisner in der ersten Folge.

"Die Idee zur Bibi entstand neben der Arbeit am 'Winzerkönig'", erzählt ORF-Chefdramaturg Alexander Vedernjak. Er entwickelt die Figur Eisner gemeinsam mit Darsteller Krassnitzer weiter – beide fanden, Eisner wäre schon ein wenig einsam und ausgelaugt. "Wir haben uns gedacht, er braucht einen Partner, mit dem er die Situationen und Erlebnisse reflektieren kann – da bietet eine Frau einen ganz anderen Spiegeleffekt, weil sie emotionaler ist und einen anderen Zugang zur Logik hat."

Dritter Geburtshelfer der Bibi Fellner war Autor Ulli Bree, der ihr in den ersten beiden Folgen ihren speziellen Charakter auf den Leib geschrieben hat: Sie kommt von der Sitte und fährt den Firebird vom Inkasso-Heinzi, weil ihr Auto schrottreif ist und der Heinzi im Gefängnis sitzt, weshalb Bibi auch gleich auf seine "Katzerln" schaut. Da ist der integre, etwas raubeinige Eisner manchmal etwas überfordert …

Zur Person

Die in Athen geborene Adele Neuhauser übersiedelte mit vier Jahren nach Wien, wuchs dort auf und absolvierte ihre Schauspielausbildung. Danach zog sie nach Deutschland und begann an verschiedenen Bühnen zu spielen, unter anderem in Essen, Mainz und Regensburg. Überregionales Aufsehen erregte sie hierbei in der Faust-Inszenierung am Stadttheather Regensburg, in der sie als Frau den Mephisto verkörperte.

Daneben spielte sie auch in Kinofilmen ("Helden in Tirol", "Gone – eine tödliche Leidenschaft", "Wo ist Fred?", "Die Perlmutterfarbe", "3faltig") und Fernsehserien ("Tatort", "Sinan Toprak ist der Unbestechliche"). Neuhauser ist insbesondere durch ihre Rolle der Bäuerin Julie Zirbner in der ORF- Produktion "Vier Frauen und ein Todesfall" bekanntgeworden.

Adele Neuhauser ist Mitglied der Akademie des Österreichischen Films.