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Aktuelles Datum: 23.05.2012

Aufmachergrafik zu Tatort
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Lürsen und Stedefreund

Sabine Postel als Hauptkommissarin Inga Lürsen

Zur Rolle

Sabine Postel als Hauptkommissarin Inga Lürsen (Bild: RB/Jörg Landsberg) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Sabine Postel als Hauptkommissarin Inga Lürsen ]
Sie ist bekennende Rabenmutter, geschieden und überzeugte Polizistin -
Stöckelschuhe trägt sie weder privat, noch im Dienst. Job und
Privatleben, dass konnte Inga noch nie trennen und sie ist darüber
hinweg, dass sie es jemals lernen wird. Ingas 17-jährige Tochter Helen
findet genau das klasse und ist stolz auf ihre Mutter.

Sie ermittelt auf eigene Faust und begibt sich selbst in höchste Gefahr.
Mit ihren Alleingängen macht sie es Ihren Kollegen wirklich nicht einfach:
Schließlich verlässt sie sich lieber auf ihren Bauch, als auf Aktennotizen.
Mit ihrer Hartnäckigkeit nervt sie Tatverdächtige und Vorgesetzte
gleichermaßen.

Inga wollte schon immer Menschen helfen, und mit ihrem ausgeprägten
Gerechtigkeitssinn ging sie nicht nur ihrer besten Freundin auf die
Nerven. Aber Inga kann sich in diesem Punkt einfach nicht zügeln, und
inzwischen steht sie zu ihrem Handicap, es ist Stärke und Schwäche
zugleich.

Die Ehe mit dem Vater ihrer Tochter hat zum Erstaunen vieler Freunde
doch fast 10 Jahre gehalten: Ingas Freundin, Conny Barop, beschreibt
Ingas Exmann in der Folge "Voll ins Herz" als "Der Mann der alles besser
weiß und besser kann". Lange Zeit pendelte Helen zwischen ihrem Vater
und Inga, doch seit der Oberstufe lebt sie ganz bei Inga.

Seit der Scheidung hat Inga zwar verschiedene Affären und kurze
Beziehungen, doch keinen Mann läßt sie wirklich in ihr Leben. Ihre
Tochter ist ja inzwischen erwachsen genug, und so genießt es Inga, dass
sie sich ganz auf ihren Job konzentrieren kann, ohne sich für ihr
Engagement rechtfertigen zu müssen. Eine Freiheit, die sie so schnell
nicht wieder aufgeben will...

Zur Person

Geboren in Neustadt/Niedersachsen, lebt Sabine Postel seit langem in
Köln. Sie besuchte die Schauspielschule Bochum und war am
Staatstheater Oldenburg, an den Bühnen der Stadt Essen und dem
Schauspiel Köln engagiert. Dem Fernsehpublikum ist sie aus
Fernsehfilmen und Serien bestens bekannt.

Für die Hauptrolle im Fernsehfilm "Der Antrag" wurde sie 1987 mit dem
Jakob-Kaiser-Preis ausgezeichnet. Mit Chuzpe, Klugheit, Humor und
weiblicher Raffinesse prägte sie die Rolle der betrogenen Ehefrau in der
Produktion "Schlafende Hunde", die als bestes Fernsehspiel mit dem
Telestar 1992 ausgezeichnet wurde.

Den Bambi erhielt sie 1994 für die Rolle der Sibylle Schefer in der Serie
"Nicht von schlechten Eltern", 1998 wurde sie für diese Serie als "Beste
Schauspielerin in der Kategorie Serien" für den Goldenen Löwen und den
Telestar nominiert. Sie spielte die Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-
Serie "Die Nesthocker". Bremer Tatort-Kommissarin ist sie seit 1997.

Oliver Mommsen als Kommissar Stedefreund

Zur Rolle

Oliver Mommsen als Kommissar Stedefreund (Bild: rbb/RB/Jörg Landsberg) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Oliver Mommsen als Kommissar Stedefreund ]
Stedefreund, Anfang 30, ist im Hannoveraner Umland aufgewachsen.
Seine Jugend in den 80ern hat ihn geprägt: Bar jedweder übergreifender
Ideologie oder auch nur eines leichter handhabbaren Ideals, ist sein
Motto: "Mach's dir leicht, denn anders hast du's schwer."

Als Kommissar verschlug es ihn auf eine Stelle in Bremerhaven, wo er
auch heiratete. Aber der Gefallen, den er an Frauen im Allgemeinen
findet, schlug ihm ein Schnippchen. Die Gattin erwischte ihn mit seiner
Freundin und warf ihn raus. Eine unschöne Trennungsphase stand an.
Stedefreund floh vor der alltäglichen Konfrontation und ließ sich nach
Bremen versetzen. Dort wurde er Mangels anderer freier Stellen zum
Teamkollegen von Inga Lürsen. Die ist aber für Stedefreunds Geschmack
etwas zu engagiert. Denn, so denkt er: Man tut seinen Job, was soll man
sich darüberhinaus noch das Herz rausreißen?

Zu dumm nur, dass Stedefreund noch in der Besoldungsgruppe A11
steckt. Inga hat es schon auf A12 gebracht. Nun ist Stedefreund hin- und
hergerissen. Er denkt zwar gar nicht daran so viel wie Inga zu arbeiten,
wenn er ohnehin weniger Geld verdient. Aber die Beurteilung des Chefs
ist ausschlaggebend für seine Beförderung. Wie also weiterkommen?
Ganz einfach - einerseits dem Chef glauben machen, dass er eine
emsige Kripobiene ist, andererseits in jedem unbemerkten Augenblick
die Beine auf den Schreibtisch legen. Inga findet diese Haltung
naturgemäß äußerst unkollegial.

Stedefreund, ein schlechter Mensch? Ganz so einfach ist es nicht. Inga
mag ihn so sehen, aber Stedefreunds Kollegen finden, er ist ein
prächtiger Kumpel. Alle bürokratischen Papiermanöver wickelt er mit
links ab. Auch manche Zeugen reden lieber mit Stedefreund, der immer
so gelassen scheint. Und gut aussehen tut er zudem, wie viele Freunde
finden

Aber manchmal, wenn das Verhältnis zwischen ihm und Inga wiedermal
am kritischsten steht, hat Stedefreund einen lichten Moment. Dann
schützt er Inga und ihre unkonventionellen Methoden, hält ihr im Büro
den Rücken frei und münzt vor dem Chef Ingas Zivilcourage in
pflichtgetreue Ausführung der Befehle des Vorgesetzten um. Das
allerdings passiert zu selten.

Zur Person

Oliver Mommsen, in Düsseldorf geboren, besuchte die Schauspielschule
Maria Körber und machte eine Kameraausbildung bei Studio Actors &
Camera in Köln. Er wurde für die Züricher Festspiele engagiert und spielte
u.a. an der Volksbühne Berlin, an der Komödie am Kurfürstendamm und
der Vagantenbühne Berlin, seit 1996 zunehmend auch Fernsehrollen. Er
drehte zusammen mit Henry Hübchen den Kinofilm "Boran" und mit Laura
Tonke "Junimond", in dem er die männliche Hauptrolle spielte.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW