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Thiel und Boerne

Axel Prahl als Hauptkommissar Frank Thiel

Zur Rolle

Axel Prahl als Hauptkommissar Frank Thiel (Bild: WDR/Thomas Kost) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Axel Prahl als Hauptkommissar Frank Thiel ]
Frisch geschieden und ohne Führerschein hat sich Hauptkommissar Frank
Thiel aus Hamburg nach Münster versetzen lassen. Er ist jetzt Anfang 40
und gern Polizist. Das kann allerdings sein Vater, ein Alt-68er Taxifahrer,
nicht nachvollziehen. Von dem "Verein", bei dem sein Sohn die Brötchen
verdient, will der in die Jahre gekommene Revoluzzer nichts wissen.

Thiel ist kein Mann der großen Worte, Aufregungen sind ihm verhasst, er
beobachtet gern in Ruhe und trifft seine Entscheidungen eher aus dem
Bauch heraus. Statussymbole bedeuten ihm nichts. Seine Marke ist
Unauffälligkeit. Er fährt mit dem Fahrrad zum Dienst, Martinshorn und
Blaulicht überlässt er gern seiner jungen Assistentin Nadeshda Krusenstern.
Sein Pech ist, dass er eine Wohnung gefunden hat, die ausgerechnet
seinem Rechtsmediziner gehört, mit dem er nun Tür an Tür wohnt, so dass
er sich dem eigenwilligem Charme von Professor Boerne nur schwer
entziehen kann.

Zur Person

Axel Prahl wurde 1960 in Eutin geboren. Nach dem Studium an der
Schauspielschule Kiel wirkte er in zahlreichen Kino-, Fernseh- und
Theaterproduktionen mit. Bekannt wurde Prahl 1998 durch seine Nebenrolle
in Andreas Dresens Kinofilm "Nachtgestalten". Sein kurzer Auftritt als
Polizist war dabei so überzeugend, dass Prahl seitdem häufig in
Ermittlerrollen zu sehen war, so in Marc Rothemunds "Die Hoffnung stirbt
zuletzt", in Esther Gronenborns "alaska.de", Mark Schlichters "Liebe und
Verrat" und Lars Beckers "Rette Deine Haut". Für seine erste
Fernsehhauptrolle in Andreas Dresens "Die Polizistin" erhielt er 2001 den
Adolf Grimme Preis in Gold. Für den Kinofilm "Halbe Treppe" wurde er mit
dem Silbernen Bär ausgezeichnet.

Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne

Zur Rolle

Jan Josef Liefers als Professor Karl-Friedrich Boerne (Bild: WDR) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne ]
Boerne ist ein eloquenter Plauderer, der auf alle Fragen zwar nicht immer
eine Antwort weiß, aber zumindest einen beeindruckenden Text parat hat.
Er fühlt sich als die Krönung der Forensik, ja des Lebens überhaupt, und
möchte nicht nur von seiner kleinwüchsigen Assistentin, die er nach dem
Nibelungenzwerg Alberich nennt, entsprechend gewürdigt werden. Mit
anderen Worten: Boerne kann alles, weiß alles, aber er erleidet – dank
seiner Theorien – auch am häufigsten Schiffbruch.

Der feinsinnige Professor umgibt sich gern mit schönen Dingen, sein
Steckenpferd sind Luxuskarossen. Aber er reitet auch, spielt Golf und
nebenbei beeindruckend Klavier, schwärmt für die Oper und für gutes
Essen. Schlicht, ein engagierter Zeitgenosse, der auf allen Hochzeiten tanzt
– und damit das genaue Gegenstück zu seinem Kollegen Thiel zu sein
scheint.

Zur Person

Jan Josef Liefers wurde 1964 in Dresden geboren. Nach der Schule machte
der Sohn einer Schauspielerin und eines Regisseurs zunächst eine
Tischlerlehre an der Semperoper in Dresden. Doch die Schauspielerei ließ
ihn nicht los. Liefers zog nach Berlin, wo er an der Hochschule für
Schauspielkunst Ernst Busch sein Handwerk lernte.

1989 gab Liefers sein Kinodebüt: Unter der Regie von Rainer Simon spielte
er den Forscher und Entdecker Alexander von Humboldt in dem
historischen Abenteuerdrama "Die Besteigung des Chimborazo". Bekannt
wurde Jan Josef Liefers Mitte der 90er Jahre u.a. durch seine Rolle in der
Fernsehserie "Die Partner". Den Durchbruch aber erlebte er 1997 mit
seinem erfolgreichen Auftritt an der Seite von Til Schweiger in "Knocking on
Heaven's Door" und in Helmut Dietls Mediensatire "Rossini". Für seine
schauspielerische Leistung in dem Film "Jacks Baby" wurde er mit dem
Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.