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Tschiller und Gümer

Til Schweiger als Nick Tschiller

Zur Rolle

Nick Tschiller (Bild: ARD/ Marion von der Mehden) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Nick Tschiller ist fest entschlossen, den Astan-Clan zu zerschlagen. ]
Nikolas "Nick" Tschiller ist der Neuzugang beim Hamburger LKA, zuständig für organisiertes Verbrechen/Rauschgift. Tschiller stammt aus Frankfurt, wo er nach seiner Ausbildung an der hessischen Polizeiakademie und zwei Jahren als Streifenpolizist zunächst beim Frankfurter LKA gearbeitet hat, mit einschlägigen Erfahrungen als verdeckter Ermittler im Rotlichtmilieu und bei der Bekämpfung internationaler Banden. Aber der Job befriedigt ihn auf Dauer nicht. Soziologische und psychologische Hintergründe von Drogen- und Menschenhändlern interessieren ihn wenig. Er will die Täter zur Verantwortung ziehen, mit allen – legalen – Mitteln. Nick bewirbt sich beim SEK – und wird genommen. Das SEK ist längst keine reine Zugriffstruppe mehr, neben Razzien und Festnahmen stehen Observierungen und taktische Manöver auf dem Programm. Zwei Jahre betritt Nick mit dem SEK die gefährlichsten Abgründe der Rhein-Main-Region – ohne anzuklopfen. Dabei entwickelt er nicht nur steigende Abscheu vor seinen Gegnern, sondern auch eine gnadenlose Direktheit. Tschiller praktiziert einen unerschrockenen Zugriff.

Nick ist aus einem einzigen Grund aus dem SEK ausgeschieden und nach Hamburg gegangen: wegen Lenny (15). Die pubertierende Tochter aus seiner vor knapp zehn Jahren geschiedenen Ehe hat immer in Frankfurt bei ihrer Mutter gelebt – aber Nick hat sich jede freie Minute um sie gekümmert. Lenny war für ihn immer das Wichtigste. Als Lennys Mutter Isabella einen Top-Job als Pressechefin für einen internationalen Konzern in Hamburg annimmt, hat Nick keine Wahl. Wenn er in Frankfurt bleibt, wird er seine Tochter kaum noch sehen. Nick muss nach Hamburg.

Der neue Job bietet ihm regelmäßigere Arbeitszeiten als beim SEK, Isabella muss nun öfter herumreisen. Jetzt scheint Nick derjenige, der Lenny das solidere Alltagsleben bieten kann. Lenny zieht mit ihrem Vater in Hamburg zusammen. Die beiden waren sich immer schon sehr nah. Nur: nicht unter einem Dach. Und Nick hat schnell ein großes Problem an seinem neuen Arbeitsplatz. Klassische Mordermittlung und Fragen wie "Wo sind sie Freitag Nacht zwischen 23 Uhr und Mitternacht gewesen?" interessie ren Tschiller eher wenig, dies überlässt er seinem Kollegen. Der neue Hauptkommissar ist nicht mehr so gut auf den Beinen und er ist auch nicht mehr der Jüngste, trotzdem fackelt er nicht lange, wenn sein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit verletzt wird – einer der Gründe, warum der neue "Tatort" aus Hamburg mit mehr Action aufwartet als andere Folgen am Sonntag.

Zur Person

Seit seinem Filmdebüt 1991 in "Manta, Manta" war Til Schweiger in einer breit gefächerten Reihe von (Kino-)Filmen und Fernsehserien zu sehen, darunter "Lindenstraße", "Die Kommissarin", "Bunte Hunde" (1995), "Das Superweib" (1996) sowie "Was tun, wenn’s brennt" (2001). Til Schweiger hat im Laufe seiner Karriere außerdem in zahlreichen Filmen mitgewirkt, die in den deutschen Kinos von jeweils mehr als drei Millionen Besuchern gesehen wurden, u. a.: "Der bewegte Mann" (1994), der Schweiger den Durchbruch als Kinoschauspieler bescherte, "Männerpension" (1996), "Knocking on Heaven’s Door" (1998), bei dem er auch als Produzent, Drehbuchautor und – uncredited – Regisseur in Erscheinung trat, sowie im Jahr 2004 "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1". Auch bei der romantischen Komödie "Keinohrhasen", die von Til Schweigers Firma "Barefoot Films" im Jahr 2007 gedreht wurde, wirkte er als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller maßgeblich mit. Der Film startete im Dezember 2007 und erreichte über 6,3 Millionen Besucher.

Die Ritterkomödie "1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde", für die Til Schweiger, neben Rick Kavanian, ebenfalls die männliche Hauptrolle übernahm sowie Regie führte, folgte 2008 in den Kinos. Der Nachfolger von "Keinohrhasen" mit dem Titel "Zweiohrküken" hatte seinen Kinostart 2009. Hier – und ebenso bei "Kokowääh", der 2011 in den deutschen Kinos anlief sowie bei der Fortsetzung "Kokowääh 2", die seit 7. Februar 2013 zu sehen war – übernahm Til Schweiger wieder die männliche Hauptrolle, führte Regie und produzierte den Film. 2012 drehte Til Schweiger außerdem "Schutzengel" – ein Actiondrama mit ihm und seiner ältesten Tochter Luna in den Hauptrollen. Damit wechselte er in Deutschland das Genre und führte auch hier wieder Regie, war am Drehbuch beteiligt und produzierte den Film. "Schutzengel" läuft seit September 2012 im Kino. Für die Rolle des Brute in "Bastard" erhielt er als erster ausländischer Schauspieler 1997 den polni schen Oskar auf dem Internationalen Warsaw Film Festival als bester Darsteller.

Auch in den USA hat sich Schweiger längst einen Namen gemacht. Zu seinen us-amerikanischen Filmen gehören "In Enemy Hands", "Lara Croft Tomb Raider – Die Wiege des Lebens", "Driven", "Judas Kiss" und "Punk". 2008 spielte er in Quentin Tarantinos internationaler Produktion "Inglourious Basterds". Ende 2010 stand Til Schweiger für die amerikanischen Produktionen "The Three Musketeers" (Regie: Paul W. S. Anderson) mit Orlando Bloom, "The Courier" (Regie: Hany Abu- Assad) mit Mickey Rourke und für "This Means War" mit Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon vor der Kamera. 2011 drehte er mit Regisseur Gary Marshall ("Pretty Woman", "Valentinstag") eine Episodenrolle in dessen neuestem Werk "New Year´s Eve".

In Fredrik Bonds Langfilmfilmdebüt "The Neccesary Death of Charlie Countryman", der auf der Berlinale 2013 im Wettbewerb läuft, spielt er neben Mads Mikkelsen, Evan Rachel Wood, Shia LeBeouf, Rupert Grint und Oscar-Preisträgerin Melissa Leo.

Fahri Yardim als Yalcin Gümer

Fahri Yardim als Yalcin Gümer (Bild: ARD/ Marion von der Mehden) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Fahri Yardim als Yalcin Gümer ]
Fahri Yardim ermittelt als Yalcin Gümer in Hamburg.

Zur Person

Der Schauspieler Fahri Yardim absolvierte die Ausbildung am Bühnenstudio der darstellenden Künste Hamburg sowie den Filmworkshop der Filmakademie Ludwigsburg. In den Jahren 2004 bis 2006 stand er in Hamburg und Berlin auf der Theaterbühne; sein Filmdebüt gab Fahri Yardim neben Auftritten in Diplom- und Kurzfilmen 2004 in Antonia Birds "The Hamburg Cell". Im selben Jahr wurde er mit seiner Rolle in "Kebab Connection" einem großen Publikum bekannt.

2007 begann Fahri Yardims Zusammenarbeit mit Til Schweiger, an dessen Seite er bisher in "Keinohrhasen", "1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" (2008), "Kokowääh" (2010) sowie "Schutzengel" spielte.

Darüber hinaus war er in ebenso hochkarätigen Filmen zu sehen wie "Almanya", dem Kurzfilm "Geschwisterliebe" (Regie: Markus Oergel, 2011), der 2012 den Preis als Best Short Film auf dem New York City International Film Festival gewann, und "Wer’s glaubt, wird selig", in dem Regisseur Marcus H. Rosenmüller die Doppelhauptrolle mit Fahri Yardim besetzte.

2013 ist er in der Romanverfilmung "Der Medicus" auf der Kinoleinwand zu sehen.