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Unvergessen

Moritz Eisner und Anton Wiegele
Eisner und Bibi Fellner konfrontieren den alten Anton Wiegele mit seiner NS-Vergangenheit. Aber kann der sich überhaupt noch erinnern?

Fernsehfilm Österreich 2013

Ein nächtlicher Notruf aus einem fahrenden Auto alarmiert die Polizei in Kärnten: "Eisner, BKA Wien, Dienstnummer 318-12-58. Brauche Unterstützung!" Wenig später wird Oberstleutnant Moritz Eisner durch einen Kopfschuss schwer verletzt und reglos hinter dem Steuer seines Wagens in einem Steinbruch aufgefunden. Als er auf der Intensivstation aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, was geschehen ist. Denn er leidet unter einer "retrograden Amnesie", durch die das traumatische Erlebnis selbst ausgeblendet wird. Eine fatale Folge der Schussverletzung.

Vergeblich sucht er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Büro nach Hinweisen auf seine Reise in diesen Wochenend-Urlaub. Auch seine Kollegin Bibi Fellner und Tochter Claudia können ihm nicht helfen. Moritz Eisner will unbedingt herausfinden, was da mit ihm passiert ist. Deshalb dirigiert er das Taxi, das ihn auf Weisung seines Chefs Ernst Rauter nach Hause bringen soll, kurz entschlossen nach Kärnten um.

Die Ankunft Eisners, der unter Sprachstörungen und Aussetzern leidet, spricht sich wie ein Lauffeuer in dem Ort herum, und nicht alle sind erfreut über sein Auftauchen. Sein erster Ansprechpartner ist die örtliche Polizei, weil er u. a. die Spur eines silbergrauen Autos verfolgen will, an das er sich schemenhaft erinnern kann. Inspektor Josef Hudle hatte Eisner gefunden. Doch er weiß nichts von einem solchen Fahrzeug.

Moritz Eisner, Bibi Fellner und Claudia
Bibi Fellner und Claudia besuchen den schwer Verletzten Moritz Eisner.

Eine Frau weiß noch genau, dass Moritz Eisner bei ihr rote Rosen und eine Flasche Champagner gekauft und sich nach dem Weg zur Kapplerhütte erkundigt hat. Beim Durchsuchen der Hütte kommen bei Moritz bruchstückhaft Erinnerungen an verschiedene Szenen zurück. Er erkennt auch seine Reisetasche wieder, die in einer Ecke steht. Allerdings wurden von unbekannter Hand der Wohnraum verwüstet und die Wände mit Nazi-Schmierereien besprüht.

Die beiden BKA-Spezialisten finden bald heraus, dass die Journalistin Maja Jancic-Herzog, deren Familie die Hütte gehört, mit ihren bohrenden Fragen zu einem Massaker auf dem "Persmanhof" in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges einigen Dorfbewohnern heftig auf die Füße getreten ist. Und dass ihr Ehemann Richard Herzog eine Vermisstenanzeige erstattet hatte.

Bei der Untersuchung des Kiesteiches im Steinbruch wird ein Pkw geborgen. Im Laderaum liegt die tote Maja Jancic-Herzog – erschossen, offenbar aus nächster Nähe. Auf ihrem Laptop, der unter dem Reserverad versteckt war, ist zu sehen, wie weit sie mit ihrer Dokumentation gekommen war. Besonders brisant: Die letzte Überlebende des schrecklichen Geschehens, Jozefa Karnicar, verrät der Filmemacherin, dass einer der am Massaker beteiligten Täter offenbar noch unbehelligt unter ihnen lebt.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Moritz Eisner Harald Krassnitzer
Bibi Fellner Adele Neuhauser
Claudia Eisner Tanja Raunig
Ernst Rauter Hubert Kramar
Maja Jancic-Herzog Bojana Golenac
Richard Herzog Merab Ninidze
Stefan Slavik Stefan Puntigam
Franz Wiegele Jürgen Maurer
Josef Hudle Christopher Ammann
Reinhard Matschnig Peter Raffalt
Spezi Gerhard Liebmann
Jozefa Karnicar Štefka Drolc
Toni Wiegele Aaron Karl
Anton Wiegele Peter Mitterrutzner
Monika Wiegele Margot Vuga
Regie: Sascha Bigler
Buch: Sascha Bigler
Kamera: Gero Lasnig
Musik: Matthias Weber
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Produktion

Dieser Film wurde vom
Österreichischen Rundfunk (ORF) und Rundfunk Berlin-Brandenburg produziert.

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