Interview mit Gro Swantje Kohlhof

Sie verkörpert die Rolle der Fiona Althoff im "Tatort: Die Wiederkehr"

Silke Althoff, Fiona Althoff, im HG Inga Lürsen
Mutter und Tochter sind glücklich, wieder zusammen zu sein. Doch Hauptkommissarin Inga Lürsen traut ihnen nicht. | Bild: Radio Bremen/ Jörg Landsberg

»Ich wollte eine Figur spielen, die zwischendurch wie ein ganz normales Mädchen wirkt.«

Frau Kohlhof, im Radio Bremen-"Tatort: Die Wiederkehr" sieht man Sie in der Rolle der Fiona Althoff, einer jungen Frau, die zehn Jahre vermisst worden ist und nun zu ihrer Familie zurückkehrt. Sie ist stark traumatisiert und verhält sich in einigen Szenen so heftig, dass selbst die Hauptkommissare schlucken müssen. Wie würden Sie Fiona charakterisieren?

Als jemanden, der auf der einen Seite zwar extrem manipulativ und berechnend sein kann, auf der anderen Seite aber auch eine unglaubliche Sehnsucht in sich trägt, geliebt und beschützt zu werden. Natürlich besteht zwischen diesen beiden Seiten ein enormes Ungleichgewicht auf Grund des Traumas, das sie erlitten hat. Deshalb greift sie zu übertriebenen Maßnahmen, um das zu erreichen, was sie unbedingt will.

Was war Ihnen bei Ihrem Spiel wichtig, worauf haben Sie besonders geachtet?

Ich wollte eine Figur spielen, die zwischendurch wie ein ganz normales Mädchen wirkt und mit ihrem Bruder Blödsinn macht. Eine Figur, der man ihre psychische Störung die ganze Zeit ansehen kann, wird schnell langweilig und berechenbar, das wollte ich auf keinen Fall.

Was war für Sie bei den Dreharbeiten die größte Herausforderung?

Im Laufe von Dreharbeiten gibt es ab und zu Momente, in denen man nicht mehr sicher ist, ob das, was man spielt, so stimmt. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht chronologisch gedreht wird und man sich immer wieder seine Rollenanschlüsse vor Augen führen muss. Ich habe manchmal Angst, die Richtung der Figur zu verlieren, und wenn einem dann irgendein Satz nicht so über die Lippen kommen will, wie man sich das wünscht, kann mich das wirklich verunsichern. Aber gerade deshalb war es schön, jemanden wie Florian Baxmeyer als Regisseur zu haben. Bei ihm habe ich mich unglaublich gut aufgehoben gefühlt.

Sie haben schon in diversen Kino- und TV-Produktionen mitgespielt, "Die Wiederkehr" ist jedoch Ihr erster "Tatort". Wie war es für Sie, solche ein- dringlichen Szenen an der Seite erfahrener Schauspielgrößen wie Sabine Postel, Oliver Mommsen und Gabriela Maria Schmeide zu spielen?

Es ist am Anfang immer etwas seltsam, mit Leuten zusammen zu arbeiten, die sehr viel mehr Erfahrung haben als man selbst. Das Schöne war, dass mich trotzdem alle wie eine Kollegin behandelt haben.

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