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Eine Kapitalismuskritik sorgt für heftige Debatten: In seinem Buch "Ego – das Spiel des Lebens" entwirft Frank Schirrmacher das Szenario einer ökonomisierten Gesellschaft, die sich gänzlich den Gesetzen des Marktes unterwirft. Im Zeitalter des "Homo oeconomicus" spekuliere jeder in allen Lebenslagen selbstsüchtig auf persönlichen Profit, sagt der Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sind wir nur noch Spielfiguren des Kapitalismus: egoistisch, entmündigt und berechenbar durch Datenimperien wie Google und Facebook? Ist die Politik nur noch Getriebene der Märkte? Und welche Gefährdung bedeutet diese Entwicklung für unsere Demokratie?
Darüber diskutieren bei "Beckmann":
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Dr. Frank Schirrmacher
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Dr. Frank Schirrmacher (Publizist)
Bereits mit seinen Bestsellern "Das Methusalem-Komplott" und "Payback" löste er große Debatten aus. Jetzt überrascht der als konservativ geltende "FAZ"-Mitherausgeber mit einer kapitalismuskritischen Streitschrift.
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Gerhart Baum
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Gerhart Baum (Jurist und ehem. FDP-Bundesinnenminister)
Er ist ein leidenschaftlicher Kämpfer für eine freie Gesellschaft: Den von Schirrmacher beschriebenen Egoismus hält Gerhart Baum für nicht neu – allerdings breite er sich heute verstärkt aus. Der frühere Bundesinnenminister warnt: Der Mensch ist durch das Internet berechenbarer und dadurch manipulierbar geworden.
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Ranga Yogeshwar
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Ranga Yogeshwar (Physiker und Wissenschaftsjournalist)
Seit Langem beschäftigt er sich mit der Frage: Was treibt die Menschheit an? Ranga Yogeshwar kritisiert das Dauermantra des materiellen Wachstums und ist überzeugt: Menschen lernen aus Fehlern und werden sich wieder mehr auf immaterielle Werte besinnen.
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Julia Friedrichs
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Julia Friedrichs (Journalistin)
Für ihr Buch "Ideale" traf sie Wirtschaftsführer und Spitzenpolitiker und lernte eine Welt kennen, in der allein Effizienz die Spielregeln bestimmt. Pure Empörung reicht nicht, so Julia Friedrichs – jeder von uns sollte sein eigenes Handeln und Verhalten hinterfragen.
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Ursula Weidenfeld
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Ursula Weidenfeld (Publizistin und Ökonomin)
Sie ist eine der profiliertesten Wirtschaftsjournalistinnen Deutschlands. Ursula Weidenfeld widerspricht Schirrmachers Thesen und sagt: Ohne den Kapitalismus wäre die Welt ärmer.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 21.02.2013. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.