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09.02.2012

Verrückt nach Meer
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Vor und hinter den Kulissen

Von der Idee zur Sendung  

"Mann über Bord"-Übung mit Nautikpraktikant Michael (Bild: BR/Bewegte Zeiten GmbH) Bild vergrößern Bildunterschrift: "Mann über Bord"-Übung mit Nautikpraktikant Michael. ]
Das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff ist ein eigener Mikrokosmos. Alles, was an Bord passiert, bekommt andere Dimensionen. Ein Wasserrohrbruch ist etwas anderes als an Land, eine Seekrankheit ist nicht mit einer normalen Übelkeit zu vergleichen, und verpasst ein Passagier das Schiff, versäumt er mehr als nur die S-Bahn.

Das gilt aber auch umgekehrt: Das Flair an Bord ist einzigartig wie das Kapitäns-Dinner, die Shows, traumhafte Schiffshochzeiten und die wunderbaren Abenteuer an Land.

Aber welcher Aufwand ist nötig, um 800 Passagieren an Bord ein wohliges Gefühl zu geben – auch wenn um sie herum das Meer tost? Wie "handeln" Kreuzfahrtdirektor und Kapitän ein Team aus zwanzig Nationen? Warum kommt es auf so engem Raum nicht zur Meuterei? Und was machen die Gästebetreuer, wenn sie nicht im Dienst sind?

Kreuzfahrtprofi-Ehepaar Dreier-Elbracht an Deck (Bild: BR/Bewegte Zeiten GmbH) Bild vergrößern Bildunterschrift: Das Ehepaar Angelika Dreier und Achim Elbracht sind Kreuzfahrt-Profis und bereits zum zehnten Mal an Bord.
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Eine Kreuzfahrt ist also der ideale Stoff für eine Doku-Serie. Alle Menschen, die in unserer Serie dabei sind, stellen sich Herausforderungen und werden sich am Ende der Kreuzfahrt verändert haben. Die Situationen der Menschen und ihre Erlebnisse sind nicht gestellt. Unsere Protagonisten sind authentisch. Der Zuschauer selbst könnte dabei sein, sein Neffe, seine Enkelin oder gute Freunde …

Uns interessierte das Zusammenspiel zwischen Crew und Passagieren, zwischen Ober- und Unterdeck, Bordalltag und Urlaubsgefühlen, Kreuzfahrt-Neulingen und "alten Hasen". Wir sind dabei viel Respekt, Teamarbeit, Konflikt- und Entscheidungsfreude begegnet – auf Crew- wie Passagierseite! Und wir haben natürlich auch sehr viel Sehnsucht nach wohltemperierten Abenteuern und einem Traumurlaub gespürt.

Can, Kim und Tessa und das Filmteam im Unterseeboot (Bild: BR/Bewegte Zeiten GmbH) Bild vergrößern Bildunterschrift: Die "Hi-Lightz" (Can, Kim und Tessa) und das Filmteam im Unterseeboot auf Teneriffa. ]
Die Dreharbeiten waren auch für die Produktionsfirma "Bewegte Zeiten" eine große Herausforderung. Drei Reisen der Kreuzfahrt unter dem Motto "Frühling durch den Atlantik" wurden mit der Kamera begleitet. Allein die technische Ausrüstung füllte einen Kleintransporter: Unter anderem wurden ein mobiler Schnittplatz sowie drei komplette Kamera-Equipments an Bord gebracht. Viele Teile der Ausrüstung wurden zur Sicherheit doppelt mitgenommen, weil auf hoher See schneller Ersatz möglich sein musste. Jeweils ein Team (Kamera, Ton, Regie) begleitete Passagiere oder Crew.

Insgesamt 320 Stunden Material wurden gedreht. Daraus sind nun zwanzig Folgen à 50 Minuten "Verrückt nach Meer" entstanden.

So nah und persönlich, wie bei "Verrückt nach Meer" konnte noch kein Zuschauer eine Kreuzfahrt im Fernsehen miterleben.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW