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Monitor vom 19.09.2019 | Bild: wdr

"Selbstverharmlosung": Die Medienstrategie der AfD

Rund um die Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen präsentiert sich die AfD immer wieder als "bürgerliche Partei". Während vor den eigenen Anhängern und in den sozialen Medien weiterhin rassistische und völkische Ideologien verbreitet werden, gelingt es führenden AfD-Vertretern immer wieder, sich vor allem in den etablierten Medien als gemäßigt zu präsentieren. Eine Strategie der "Selbstverharmlosung", die schon vor Jahren von Vordenkern der Partei skizziert wurde. Das Ziel: "Zurschaustellung der eigenen Harmlosigkeit", um für das konservativ-bürgerliche Lager wählbar zu werden. 

Steuersenkungen: Falsches Rezept gegen die Krise?

Nach Jahren des Booms hat sich die Konjunktur in Deutschland abgekühlt. Schon rufen Wirtschaftsvertreter nach Steuersenkungen für Unternehmen, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen könne. So sieht das auch die Union: Bundeswirtschaftsminister Altmaier etwa will die Unternehmenssteuern deutlich senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Experten bezweifeln jedoch, dass Steuersenkungen notwendig sind und überhaupt die Konjunktur beeinflussen. Doch die milliardenschweren Steuerausfälle müssten künftig von den Bürgern ausgeglichen werden.

Steuersenkungen II: Armut im Steuerparadies Bermuda

Die Trauminsel Bermuda hat als Steueroase in den letzten Jahren immer mehr internationale Investmentfonds, Kanzleien und Versicherer angezogen. Milliardenschwere Konzerne sparen auf Bermuda Steuern und ihre hochbezahlten Mitarbeiter treiben die Preise nach oben. Steuern, Lebensmittelpreise, Mieten – viele Einheimische können sich das Leben nicht mehr leisten. Große Teile der Mittelschicht verarmen oder wandern aus. Wohin es führt, wenn Konzerne auf Kosten der Bürger entlastet werden, zeigt kaum ein Beispiel so deutlich wie Bermuda.

Pflegenotstand absurd: Wie Flüchtlinge vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden

Mehr als 38.000 offene Stellen in der Alten- und Krankenpflege gab es im vergangenen Jahr, 100.000 zusätzliche Kräfte werden künftig benötigt. Deshalb reist Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) um die Welt, um möglichst viele Pflegekräfte anzuwerben: Kosovo, Philippinen, Mexiko. Absurd, kritisieren Wohlfahrtsverbände: Denn in Deutschland gibt es viele geduldete Ausländer, die schon länger hier leben und einen Ausbildungsvertrag zu einem Pflegeberuf in der Tasche haben. Doch obwohl Arbeitgeber sich intensiv um sie bemühen, dürfen viele nicht arbeiten. Der Vorwurf: Sie hätten gegen ihre rechtlichen Mitwirkungspflichten verstoßen und sollen Deutschland möglichst schnell verlassen.

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Do, 19.09.19 | 21:45 Uhr
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Westdeutscher Rundfunk
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