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Bürgermeister Boychenko: Einnahme Mariupols ist "Falschnachricht"

"Russen haben Tausende Kriegsverbrechen in der Stadt begangen"

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Bürgermeister Boychenko: Einnahme Mariupols ist "Falschnachricht" | Video verfügbar bis 14.04.2023 | Bild: WDR

Der Bürgermeister von Mariupol Wadim Boychenko, der sich nicht mehr in der Stadt selbst befindet, widerspricht der Meldung Russlands, die Stadt und den Hafen vollständig eingenommen zu haben. "Ich bin sehr sekptisch. Russische Lügen hören wir jeden Tag." Mariupol werde nach wie vor von den ukrainischen Truppen verteidigt. "Mariupol bleibt eine ukrainische Stadt. Das macht natürlich Russland und die russische Staatsführung wütend."

Die russische Armee habe in Mariupol Tausende Kriegsverbrechen begangen, sagte Bürgermeister Boyschenko. Man sei fest davon überzeugt, dass die Verbrechen bestraft werden.

Er forderte die vollständige Evakuierung von Mariupol. Mehr als 100.000 Zivilsten sind noch in der Stadt eingekesselt. Dazu müsste die internationale Gemeinschaft humanitäre Korridore einrichten. "Damit Menschenleben gerettet werden können.“

Stand: 22.04.2022 14:31 Uhr