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Heimkinotipp: "Das kalte Herz" und "Gösta"

von Ingrid Bartsch, Filmexpertin

PlaySzene aus "Das kalte Herz"
Heimkinotipp: "Das kalte Herz" und "Gösta" | Video verfügbar bis 28.12.2021 | Bild: Weltkino

Das kalte Herz

"Das kalte Herz" ist eine von Johannes Naber inszenierte Verfilmung des gleichnamigen Märchens von Wilhelm Hauff. Frederick Lau spielt den armen Köhler Peter, der nicht nur gerne wohlhabend wäre, sondern auch Lisbeth (Henriette Confurius), die Tochter des wohlhabenden Glasbläsers, anhimmelt. Weder in deren Haushalt noch in der Wirtschaft ist er von den Reichen gern gesehen. Dann nimmt er zur Erfüllung seiner (leider dummen) Wünsche erst die Hilfe des legendären Waldgeists Glasmännchen (Milan Peschel) und dann die des sinistren "Holländer-Michel" (Moritz Bleibtreu) in Anspruch. Der verspricht ihm, ohne sein weiches Herz sei der Erfolg garantiert. Also soll er es durch einen Stein ersetzen lassen.

Bildstarke, gut gespielte und unterhaltsame Märchenverfilmung.

In der ARD-Mediathek verfügbar bis 28.12.2020:

Szene aus "Gösta"
Szene aus "Gösta" | Bild: HBO Nordic

Gösta

"Gösta" ist eine 12-teilige schwedische Serie, geschrieben und inszeniert von Jugendfilmer Lucas Moodysson ("Raus aus Åmål"). Der titelgebende Gösta ist gerade aus Stockholm in die Provinz gezogen, wo er einen neuen Job als Kindertherapeut antritt. Er ist ohne Argwohn und seinen Mitmenschen so sehr zugetan, dass er sich von allen ausnutzen lässt. Seine instabile Freundin, sein Vater und wildfremde Menschen auf der Straße spannen ihn für sich ein. Doch auch Gösta muss wohl irgendwann anfangen, Grenzen zu setzen.

Komisch, traurig, herzergreifend und umwerfend überraschend.

In der ARD-Mediathek verfügbar bis 05.01.2021:

Stand: 16.12.2020 23:46 Uhr