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Kinotipp: "Niemals Selten Manchmal Immer" und "Enfant Terrible"

von Ingrid Bartsch, Filmexpertin

PlayKinotipp: "Niemals Selten Manchmal Immer"
Kinotipp: "Niemals Selten Manchmal Immer" und "Enfant Terrible" | Video verfügbar bis 12.11.2020 | Bild: WDR

Niemals Selten Manchmal Immer

Autumn ist 17 und wächst im ländlichen Pennsylvania in einer Patchworkfamilie auf. Als sie ungewollt schwanger ist, vertraut sie sich nur ihrer Cousine Skylar an. Da sie in ihrem Bundesstaat (daheim) keine Abtreibung vornehmen lassen kann, reisen beide nach New York City. Eine schwierige und heimliche Reise.

Was wir sehen, sind problematische Lebensumstände, auch finanziell bedrängte Verhältnisse und Angst vor dem, was kommt. Aber wir hören keine seelischen Offenbarungen, keine erklärenden Dialoge. Die Geschichte und die Figuren sprechen durch die Bilder und die Schauspielerinnen -  und die sehr beeindruckende.Regiearbeit von Eliza Hittman. / Silberner Bär (Großer Preis der Jury) Berlinale 2020.

Kinotipp: Enfant Terrible
Kinotipp: Enfant Terrible | Bild: WDR

Enfant Terrible

Mit dem Titel "Enfant Terrible" ist Rainer Werner Fassbinder gemeint (großartig gespielt von Oliver Masucci), dem Oskar Roehler in seinem neuesten Film ein unterhaltsames Denkmal setzt. Als Fassbinder das Frankfurter Action Theater handstreichartig entert, beginnt eine beruflich und privat turbulente Schaffensphase als Regisseur, aus der u.a. auch 40 Spielfilme hervorgingen. Fassbinder war ein Berserker, der keine Rücksicht auf Regeln oder die Gefühle anderer nahm. Seine Filme wurden international gefeiert (nicht alle).

Der Film, umgesetzt im schnellen "dreckigen" Fassbinder-Stil, schildert dieses beruflich und privat intensive Leben, das nur 37 Jahre dauerte - äußerst unterhaltsam

Stand: 07.10.2020 20:13 Uhr