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Bauernprotest: Klöckner "kann Unmut verstehen"

Bundeslandwirtschaftsministerin zeigt Verständnis

PlayJulia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft
Bauernprotest: Klöckner "kann Unmut verstehen" | Video verfügbar bis 26.11.2020 | Bild: WDR

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zeigt vor der großen Protestveranstaltung der Landwirte in Berlin Verständnis für den Unmut der Bauern. Die Ministerin erklärte, es sei nicht nur das gute Recht der Bauern, dass sie auf die Straße gehen, "sondern ich halte es für richtig, dass das Land in die Hauptstadt kommt."

Klöckner: "Zwischen Konsument und Produzent hat es eine gewisse Sprachlosigkeit gegeben. Immer mehr wird erwartet von Bauern gerade von den Konsumenten, von uns Verbrauchern, aber es wird immer weniger Bereitschaft gezeigt, dafür mehr zu zahlen. Die Bauern müssen davon auch leben können."

Die Ministerin wies indes darauf hin, dass sich Landwirtschaft schon immer verändert habe. Die umstrittene Düngeverordnung sei "nicht irgendwie aus unserer Feder entstanden, weil wir da Spaß dran haben, sondern es ist zu viel Nitrat im Grundwasser. Das liegt auch an der Düngung." Deutschland habe eine Klage gegen die EU-Kommission verloren. Es drohten deshalb hohe Strafen. "Wir werden das umsetzen müssen für sauberes Grundwasser", sagte Klöckner. 

Die Einschränkungen treffe die Bauern nicht unvorbereitet. Seit vielen Jahren habe die EU-Kommission Nachbesserungen bei der Düngeverordnung gefordert. Hinzu komme, dass der Bürger immer häufiger Maßnahmen für das Tierwohl einfordere. "Stall-Umbauten sind teuer. Deshalb werde ich heute auch bei dem Haushalt, den wir im Deutschen Bundestag verabschieden für die Landwirtschaft, auch deutlich machen, welche Förderprogramme wir für die Landwirtschaft haben."

Stand: 26.11.2019 08:47 Uhr

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