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DIW: Finanzexperte Fratzscher empfiehlt kurzfristige Verschuldung für Investitionen

Schuldenbremse 2023 könne eingehalten werden

PlayMarcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
DIW: Finanzexperte Fratzscher empfiehlt kurzfristige Verschuldung für Investitionen | Video verfügbar bis 12.10.2022 | Bild: WDR

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat angesichts der schwierigen Lage bei den Koalitionsgesprächen und der von der FDP geforderten Einhaltung der Schuldenbremse empfohlen, kurzfristig eine hohe Verschuldung für notwendige Investitionen in Kauf zu nehmen. "Man nimmt sich jetzt noch einmal einen großen Schluck aus der Pulle. Bis 2022 ist die Schuldenbremse wegen Corona ja noch ausgesetzt. Wir haben eine Notlage. Wir nehmen all das Geld, was wir jetzt aufgespart haben und vielleicht auch noch gar nicht ausgegeben haben in der Corona-Krise und legen noch einmal Geld drauf. Wir wissen, wir brauchen knapp 500 Milliarden Euro über zehn Jahre, damit Klimaschutz und Digitalisierung gelingen. Und das einmalig zu machen, ist völlig konsistent mit der Schuldenbremse. Man muss es gut begründen. Und dann kann man 2023 die Schuldenbremse wieder einhalten."

Stand: 12.10.2021 09:32 Uhr