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Gaslecks: Kiesewetter geht von Sabotage durch Russland aus

Besonnene Aufklärung gefordert

PlayRoderich Kieswetter,  Fachsprecher für Krisenprävention der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Gaslecks: Kiesewetter geht von Sabotage durch Russland aus | Video verfügbar bis 29.09.2023 | Bild: WDR

"Wir müssen das sehr besonnen betrachten“, sagte der Sicherheitsexperte der Union Roderich Kiesewetter, CDU. "Und wir brauchen sicherlich auch Zeit, nicht nur als Bundesrepublik, sondern auch mit unseren europäischen Partnern und den USA, das zu bewerten und zu untersuchen. Das wird ja nicht angekündigt, wenn so etwas ist. Und alles zeigt, dass es sich um einen staatlichen Sabotageakt handelt. (…) Wer hat ein Interesse daran, Verunsicherung zu verbreiten?“ Es gehe um unsere kritische Infrastruktur und die Verunsicherung der Bevölkerung. "Und da halte ich es schon für naheliegend, dass Russland es gewesen sein könnte", machte Kiesewetter klar.

Sabotage dient Russland

Kiesewetter nannte es "erstaunlich", dass zeitgleich mit der Zerstörung von drei der vier Leitungen ein gut orchestriertes Video vom letzten Jahr im Netz auftauche, das US-Präsident Biden zeigt, der sagt, Nord Stream 2 darf nicht ans Netz gehen. D

Doch das passe auch sehr gut zu der Ankündigung Russlands, nicht mehr durch die Pipeline in der Ukraine zu leiten. "Also ich will es sehr klar sagen: Es wird Angst und Schrecken verbreitet. Russland hat auch ein Interesse am Anstieg der Energiepreise. die rasant wieder diese Woche gestiegen sind, die Gaspreise. Und drittens – Russland ist ja Eigentümer der Leitungen – kann es auch ein Zeichen sein in die eigene Bevölkerung: Schaut mal, wir werden angegriffen, unsere Infrastruktur wird zerstört. Um quasi abzulenken von der gescheiterten Teilmobilisierung und vom scheiternden Krieg in der Ukraine", betonte Kiesewetter.

Stand: 29.09.2022 11:05 Uhr

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