Grünen-Fraktionschefin Dröge: Brauchen keine AKW, sondern Einsparungen

Gaskanppheit im Herbst

PlayKatharina Dröge, Fraktionsvorsitzende Grüne im Bundestag
Grünen-Fraktionschefin Dröge: Brauchen keine AKW, sondern Einsparungen | Video verfügbar bis 07.07.2023 | Bild: WDR

Die Debatte um eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ist nach Auffassung der Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge eine „Ablenkungsdebatte“. "Wir könnten maximal nur ein Prozent des Erdgasverbrauchs ersetzen. Weil es nur darum geht, Gaskraftwerke, die in der Stromerzeugung sind, sind ersetzen. Das könnten Kohlekraftwerke auch. d.h., wir brauchen Atomkraftwerke schlichtweg nicht. Sondern wir haben ein Problem bei Wärme und Atomkraftwerke stellen nun mal Strom her", sagte Dröge.

"Wir haben eine Mangelsituation bei Erdgas. Das brauchen wir fürs Heizen, für Wärme. Und im Stromsektor sieht die Situation noch anders aus. Und dort könne die Kohlekraftwerke, die jetzt noch in der Sicherheitsreserve sind, das ausgleichen.“ Deutschland liefere im Moment Strom nach Frankreich, weil deren Atomkraftwerke so unsicher seien, mit Hitze nicht klar kämen und runtergefahren werden müssten. Worüber wir eigentlich reden müssten, seien Einsparungen und Energieeffizienz. "Und ist das etwas, worüber die Opposition nicht so gerne reden möchte", so die Grünen-Politikerin.

Zu der Sorge, dass nach dem 11. Juli über North Stream 1 kein russisches Gas mehr nach Deutschland kommt und in Folge die Preise noch weiter steigen könnten, sagte Dröge, die Situation sei jetzt bereits sehr angespannt. Die Haushalte müssten bereits 1000 bis 2000 Euro pro Jahr mehr aufwenden. "Das kann ein Monatseinkommen sein. D. h., wir müssen da helfen. Das hat die Bundesregierung schon gemacht mit zwei großen Entlastungspaketen. Und wir tun jetzt alles dafür, um Gas in anderen Regionen der Welt zu kaufen, um die Situation zu stabilisieren. Aber es kann im Herbst auch noch schwieriger werden. Die Preise können noch weiter steigen. Da sollte jetzt niemand den Verbraucherinnen und Verbrauchern vormachen, dass das nicht passieren wird. und da plädieren wir dafür, dass auch weitere Unterstützung notwendig wird."

Zum Nein von Wirtschaftsminister Habeck, Grüne, zu einer Preisdeckelung für Gas sagte Dröge, wenn in einer Situation der Gasknappheit sei ein Preisdeckel das Flasche Signal, weil es nicht zu den nötigen Einsparungen bei den Verbrauchern führen wird, während die Industrie runterfahren müsse.

Stand: 07.07.2022 11:03 Uhr

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