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Lindner fordert Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen

Coronavirus-Krise

PlayChristian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP
Lindner fordert Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen | Video verfügbar bis 30.03.2021 | Bild: WDR

Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner, hat die staatlichen Hilfen als mitunter zu bürokratische bezeichnet und fordert Nachbesserung. Er befürchte zudem, dass die jetzt gewährten Hilfen nicht zielgerichtet genug seien und nicht schnell genug gewährt würden.

Der 41-Jährige erklärte, die leistungsfähigen Finanzbehörden könnten aktiv helfen: "Bei einem Umsatzeinbruch sollten Unternehmen aller Größen einen Antrag stellen können, dass gezahlte Steuern zurückerstattet werden. Später kann man dann genauer abrechnen. Das wäre dann noch treffsicherer als ein Zuschuss. Aber vor allem wäre es schneller. Und ich darf anfügen. Ich halte die Grenze von zehn Beschäftigten, wo jetzt eine Bar-Soforthilfe ausgezahlt wird, für zu niedrig. In Nordrhein-Westfalen liegt die Grenze bei 50 und 25.000 Euro. Das sollte sich der Bund zu eigen machen. Ich glaube, dass wir jetzt in der Fläche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität erhalten müssen."

Lindner appellierte unterdessen an große Unternehmen, die angesichts der Corona-Krise angekündigt hatten, ihre Mietzahlungen einzustellen, dies im Einzelfall gut zu bedenken. "Wer Hilfe nicht braucht, soll sie auch nicht in Anspruch nehmen", sagte Lindner. Alles andere werde zu Kettenreaktionen führen.

Stand: 10.04.2020 00:27 Uhr