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Kampeter: Mindestlohn kein Instrument der Armutsbekämpfung

Arbeitgeberverbände wollen Mindestlohn nicht "überfrachten'"

PlaySteffen Kampeter, , CDU, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Kampeter: Mindestlohn kein Instrument der Armutsbekämpfung | Video verfügbar bis 13.11.2020 | Bild: WDR

Steffen Kampeter, CDU, Hauptgeschäftsführer Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, sprach sich gegen die sozialpolitische Relevanz eines Mindestlohnes aus: "Der Mindestlohn hat die Funktion, die Tarifentwicklung in Deutschlands an der unteren Lohngrenze abzubilden. Dazu haben wir Gewerkschafter und Arbeitgeber in die Mindestlohnkommission entsandt. Und wir haben damit die Diskussion über den Mindestlohn aus der Politik herausgenommen und befriedet. Das war jetzt gerade anfängt, ist ein Diskussion, den Mindestlohn wieder in die Politik zurückzuholen und ihn mit Funkionen und Aufgaben zu überfrachten, die er nicht leisten kann. Der Mindestlohn hat keine Funkion in der Absicherung des Rentensystems. Der Mindestlohn kann nicht Bildungsdefizite ausgleichen. Er hat lediglich die Funktion, die Tarifentwicklung in Deutschland abzubilden. Und das machen wir in den vergangenen Jahren und daher erfolgreich."

Auf die Frage, warum der Mindestlohn nicht so erhöht werde, dass die Menschen nach 65 von ihrer erwirtschafteten Rente leben können, sagte Kampeter: "Das Prinzip der Tarifbezahlung im niedrigen Bereich bildet ab die Leistung, die ein Beschäftigter an dieser Stelle für ein Unternehmen bringt.“

Der Mindestlohn könne nicht abbilden, dass Personen vielleicht Bildungsdefizite hätten, leistungsgemindert seien. „Und wenn Sie ihn jetzt plötzlich in eine Höhe packen, dass er sozialpolitische Funktionen erfüllt, dann werden diese Arbeitsplätze nicht weiter entstehen.“

Stand: 13.11.2019 12:24 Uhr

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