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Teuteberg fordert europäische Seenotrettung

FDP-Generalsekretärin zum Umgang mit Flüchtlingsschiffen

PlayLinda Teuteberg, FDP-Generalsekretärin
Teuteberg fordert europäische Seenotrettung | Video verfügbar bis 08.07.2020 | Bild: WDR

FDP-Generalsekretärin hat zur Bewältigung der Flüchtlingskrise appelliert, eine europäische Lösung zu finden: "Die Europäische Union muss hier handeln. Über Lebensrettung in akuten Situationen kann nicht diskutiert werden. Zugleich brauchen wir über Ad-hoc-Lösungen hinaus einen Mechanismus in Europa, wie wir damit umgehen, wie wir Migration besser regeln und steuern, und wie wir eine gemeinsame Lastenteilung in Europa organisieren."

Derzeit gebe es keine europäische Vereinbarung. "Wir müssen insbesondere dafür sorgen, dass sich gar nicht so viele Menschen auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer machen, sondern dass wir möglichst schon in Nordafrika in humanitären Standards genügenden Einrichtungen prüfen, wer hat nach europäischem Recht Anspruch auf Schutz in Europa." Dann müssten auch sichere Fluchtwege organisiert werden.

Private Seenotrettung sei eine Notlösung, um Menschenleben zu retten, sagte Teuteberg. Dies sei humanitär richtig. Die Seenotrettung sei allerdings eine staatliche Aufgabe. "Insofern brauchen wir auch hier wieder eine europäische Lösung", betonte die Politikerin.

Der künftigen EU-Kommissionspräsidentin falle insofern eine wichtige Aufgabe zu. "Ich hoffe, dass Frau von der Leyen, wenn sie denn Präsidentin der EU-Kommission würde, dass sie das Vertrauenskapital, das sie in der Nato aufgebaut hat durch das Eintreten für die Sicherheitsinteressen unserer mittel- und osteuropäischen Nachbarn, dann auch für ein Vorankommen in der Migrationspolitik einsetzt."

Stand: 08.07.2019 12:58 Uhr