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Ukrainischer Außenminister begrüßt "positive Veränderungen" in Deutschland

"Danke an alle deutschen Menschen"

PlayDmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine
Ukrainischer Außenminister begrüßt "positive Veränderungen" in Deutschland | Video verfügbar bis 12.05.2023 | Bild: WDR

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba bedankte sich beim deutschen Volk für die Unterstützung seines Landes. "Danke an alle deutschen Menschen." Das Gespräch zwischen Bundeskanzler Scholz und Präsident Selenskyj bezeichnete Kuleba als "sehr warm." Die Sanktionen gegen Russland und auch wirtschaftliche Frage seien besprochen worden. Sein Besuch in Deutschland sei eine Fortsetzung dieses Gesprächs und des Besuch von Außenministerin Baerbock in Kiew. "Wir werden die Ansätze weiterentwickeln", sagte Kuleba.

Bezüglich der Spannungen zwischen beiden Ländern nach der Ausladung von Bundespräsident Steinmeier erklärte der Außenminister: "Ich würde die Medienberichte nicht überbewerten. (…) Wir sehen, dass Bundesregierung und Bundeskanzler die Haltung zu den Waffenlieferungen verändert hat. Und wir sehen die Entwicklung der Position der Bundesregierung in Bezug auf die Sanktionen. Wir sehen all diese positiven Veränderungen. Und wir sehen, dass die Bundesrepublik im Moment die Vorreiterrolle übernommen hat und die erste Geige in Europa spielt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich."

Auf die Attacken des ukrainischen Botschafter in Deutschland auf die Bundesregierung und den Kanzler angesprochen, sagte Kuleba: "Wissen Sie, wenn ich Mängel sehe, dann nehme ich auch kein Blatt vor den Mund. Z. B. was die Gleichsetzung der russischen und ukrainischen Staatssymbolik am 8. und 9. Mai angeht." Zwar sei das eine Entscheidung der Stadt Berlin gewesen, doch er bewerte sie negativ.

Dmytro Kuleba betonte die Bedeutung der Bewerbung für die Mitgliedschaft in der EU für die Ukraine. Zwar rechne er nicht mit einer schnellen Aufnahme, doch gehe es bei seinem Besuch in Deutschland vor allem darum, auf die Liste der Kandidaten aufgenommen zu werden. Weitere Themen seien die Sanktionen gegen Russland und die Bekämpfung globaler Nahrungsmittelknappheit.

Stand: 13.05.2022 06:49 Uhr

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