SENDETERMIN Di, 02.04.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Teures Internet

mit Hermann-Josef Tenhagen, Finanztip

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Service: Teures Internet | Video verfügbar bis 02.04.2020 | Bild: WDR

Den Internetanschluss zu Hause zu wechseln, gehört zu den Dingen, die gerne vermieden werden. Doch vor allem ältere Verträge sind vergleichsweise teuer und bieten oft weniger Leistungen als aktuelle Angebote. Deshalb kann sich ein Wechsel lohnen: 120 Euro Ersparnis im Jahr sind hier durchaus drin. Auch wer zu wenig Leistung von seinem Provider erhält und zu langsam durch das Netz ruckelt, sollte über einen Wechsel nachdenken. Denn laut Bundesnetzagentur surft aktuell fast jeder Dritte nicht einmal mit der Hälfte der beworbenen Geschwindigkeit.

Diese Punkte sollten Verbraucher beachten

• Üblich sind Anschlüsse per Telefonkabel (DSL) und TV-Kabel. Beide bieten günstige Tarife, die für die meisten Verbraucher im Alltag ausreichen. Allerdings gibt es pro Haus immer nur einen Kabel-Anbieter. Bei DSL haben Verbraucher die freie Wahl. Die Anbieter werben mit immer schnelleren Internet-Geschwindigkeiten. Dieses sogenannte Download-Tempo entscheidet, wie schnell gesurft werden kann und ob beispielsweise ruckelfrei Filme im Internet gestreamt werden können.

• Für Normalnutzer reichen in der Regel 16 Megabit pro Sekunde aus. Vielnutzer und Familien sollten einen Anschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde wählen. Das reicht aus, um Musik zu streamen, Filme im Netz zu schauen und Online zu spielen. Ein noch höheres Download-Tempo macht sich im normalen Alltag nur selten bemerkbar.

• Wichtig ist, dass die versprochene Leistung auch ankommt. Denn fast jeder Dritte surft mit weniger als der Hälfte der versprochenen Geschwindigkeit. Zu langsames Internet muss kein Kunde hinnehmen: Bei nur 60 Prozent Leistung kann der Anbieter in den meisten Fällen in die Pflicht genommen werden. Einen Geschwindigkeitstest bietet z.B. die Bundenetzagentur (s.u.) an. Sollte der Anbieter das Problem nicht beheben können, darf der Vertrag gekündigt werden.

• Wer den Anbieter wechseln möchte, steht vor der Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass bei den meisten Tarifen viele einzelne Kostenpunkte den tatsächlichen Preis verschleiern: Hardware-Kosten, Einrichtungskosten und Neukunden-Rabatte vermischen sich mit der monatlichen Grundgebühr.

• Um einen tatsächlichen Vergleich zu ermöglichen, hat Finanztip aktuell die Angebote der wichtigsten Anbieter unter die Lupe genommen. Alle Rabatte und Kosten, die bei einem Anbieterwechsel anfallen, wurden dabei auf fünf Jahre verrechnet.

• Für einen schnellen Internetanschluss sollten Verbraucher aktuell nicht mehr als 30 Euro bezahlen. Kabeltarife sind derzeit am günstigsten. Es gibt aber auch gute und günstige DSL-Tarife. Die DSL-Tarife der Telekom, die rund 40 Prozent der Haushalt in Deutschland nutzt, kosten bis zu 10 Euro im Monat mehr als vergleichbare Tarife und sind damit am teuersten.

Weitere Informationen

Eine Liste der empfohlenen Anbieter gibt es im Internet bei Finanztip
www.finanztip.de/internetanbieter/kabel-dsl-vergleich/

Internet zu langsam:
www.finanztip.de/internetanbieter/internet-langsam

Aktuelle Breitbandmessung der Bundesnetzagentur
www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Breitbandmessung

Stand: 02.04.2019 06:58 Uhr

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