SENDETERMIN Do., 16.09.21 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Bunter Herbst im Garten

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayTimm Giesbers, Dorothée Waechter
Service:Bunter Herbst im Garten | Video verfügbar bis 16.09.2022 | Bild: WDR

Der Sommer verabschiedet sich langsam und mit ihm auch die Vielfalt der blühenden Pflanzen auf Balkon und Terrasse. Mit Gräsern, Herbstblühern und Fruchtschmuck erobern jetzt andere Gewächse die Gefäße und bilden ein schönes Pendant zu den Staudenbeeten.
Nicht winterharte Gladiolen und Dahlien sollten jetzt auf die Überwinterung vorbereitet werden. Und es ist Zeit für die Pflanzung der Frühlingsblüher wie Alpenveilchen und Zierlauch.

Es herbstelt

Für die herbstliche Bepflanzung sind vor allem Rosa- und Lilatöne in unterschiedlicher Intensität gefragt. Astern, Heide und Chrysanthemen sorgen für die Grundstimmung. Mit Sonnenblumen, Lampionblumen und Kürbissen kommen leuchtende Kontraste ins Spiel, die auf den nahenden Herbst einstimmen.

Gräser sogen für rhythmische Höhepunkte und zusätzliche Formenspiele. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen viele Knospen ausgebildet haben, damit sie auch viele Blüten tragen.

Für eine lange Haltbarkeit

Während im Sommer jedes Gefäß üppig bepflanzt wird, sollten jetzt – ähnlich wie im Frühling – lediglich einige Akzente gesetzt werden. Dabei kann das vorhandene Substrat in den Gefäßen verbleiben. Damit weiterhin Feuchtigkeit gespeichert werden kann, wird mit frischer Erde nur aufgefüllt. Da sich die Herbstpflanzen nicht besonders stark entfalten, können sie etwas dichter als im Sommer nebeneinander platziert werden.

Wohin mit den Sommerblühern?

Mit der Gefäßbepflanzung endet für Mandevilla und Geranie die Saison. Sie sollten allmählich abtrocknen und ausgeputzt werden, um sie dann im kühlen, aber frostfreien Winterlager gut unterbringen zu können.

Auch Dahlien und Gladiolen werden auf die Überwinterung vorbereitet. Um die Gestaltung der Beete im Frühling zu erleichtern, werden jetzt an der Pflanzenbasis Etiketten befestigt, auf denen Farbe, Blütenform und Wuchshöhe festgehalten werden. Ausgegraben werden die Knollen dann Ende September bis Anfang Oktober, sodass sie in der Sonne gut abtrocknen können. Danach werden sie zwischen Zeitungen eingelagert.

Frühling pflanzen

Sobald es kühler wird, müssen die Zwiebeln der Frühlingsblüher in die Erde. Das fängt bei den Vorboten wie Winterling, Schneeglöckchen und Krokus an und endet bei den hohen Arten von Zierlauch, Tulpe und Fritillaria. Die Zwiebeln sollten tief genug platziert werden. Wer Probleme mit Mäusen hat, kleidet das Pflanzloch mit feinmaschigem Draht aus. Einen ersten Vorgeschmack auf die Frühlingsblüher bringen Herbstzeitlose und herbstblühende Krokusse, die jetzt gepflanzt schon in wenigen Wochen blühen.

Weitere Informationen

• SWR Marktcheck
https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/herbst-pflanzen-farbenfroh-102.html

• NDR Ratgeber Garten
https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Herbststauden-pflanzen-Ueppige-Farbpracht-im-Garten,stauden123.html

https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Blumenzwiebeln-pflanzen-Darauf-kommt-es-an,zwiebelblumen108.html

• MDR Garten
https://www.mdr.de/mdr-garten/gestalten/balkonkasten-herbst-winter-100.html

• BR Querbeet
https://www.ardmediathek.de/video/querbeet/blumenzwiebeln-setzen/

Stand: 16.09.2021 10:12 Uhr