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Service: Steuern 2020

mit Marieke Einbrodt, Stiftung Warentest

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Service: Steuern 2020  | Video verfügbar bis 05.02.2021 | Bild: WDR

Rund 1000 Euro im Jahr können sich Arbeitnehmer im Schnitt vom Finanzamt zurückholen. Voraussetzung ist die Abgabe der Einkommenssteuererklärung. Besonders leicht bringen Ausgaben für den Job, Kirchen­steuern, Spenden, die Kosten für Haus­halts­hilfen und Hand­werker sowie Parteibeiträge Geld zurück. Die Formulare für die Jahres­abrechnung erhalten Sie gratis beim Finanz­amt oder kostenlos im Internet.

Wer kann Steuern sparen

Eine Steuererklärung abzugeben, lohnt sich für fast jeden. Einkommensteuer sparen können zum Beispiel
• Rentner und Pensionäre mit ihren Bei­trägen für die Kranken­versicherung und Haft­pflicht- und Unfall­policen
• Steuerzahler mit Verlusten - zum Beispiel aus Neben­jobs oder Mietimmobilien
• Eltern, die ein Kind bekommen haben
• Paare, die geheiratet haben
• Ehepartner, die ungüns­tige Steuerklassen auf den Lohn­steuerkarten hatten
• Arbeitnehmer, die nur einen geringen Teil des Jahres berufs­tätig waren oder nur geringe Einkünfte haben und ansonsten Lohn­ersatz wie Kurz­arbeiter-, Eltern-, Kranken- oder Arbeits­losengeld erhalten

Mit diesen Ausgaben lässt sich sparen

Abzugsfähig sind Sonder­ausgaben, Werbungs­kosten, außergewöhnliche Belastungen oder Dienst­leistungen im Haushalt. Bei Werbungskosten handelt es sich um Ausgaben rund um den Job. Sonder­ausgaben, die jeder absetzen kann, sind zum Beispiel die Beiträge für die Kranken- und Pflege­versicherung. Spenden für kirchliche, mild­tätige oder kirchliche Zwecke lohnen sich, wenn sie höher als der Sonder­ausgabenpausch­betrag von 36 Euro im Jahr sind.

Unterhalt an bedürftige Angehörige zahlt sich vom ersten Cent als außergewöhnliche Belastung aus. Auch Krank­heits- und Pflege­kosten sind ein Fall für das Finanz­amt, wenn sie über die zumut­bare Belastung hinaus­gehen. Großes Sparpotenzial bieten außerdem Arbeits­kosten für Hand­werker im Haushalt. 20 Prozent davon zieht das Finanzamt direkt von der Steuerlast ab.

Geförderte Alters­vorsorge spart Steuern

Für viele lohnt sich die geförderte Alters­vorsorge. Je nach Vertrag sparen Sie Steuern, Sozial­abgaben oder bekommen Zulagen, wenn sie für die Rente in einen Riester-, Rürup oder Firmen­vertrag investieren. Riester-Sparer müssen dafür die Anlage AV zur Steuererklärung ausfüllen. Rürup-Sparer machen ihre Angaben auf der Anlage Vorsorgeaufwand.

Abgabefrist für die Steuererklärung

Viele Steuerzahler können freiwil­lig eine Steuererklärung abgeben. Sie haben dafür vier Jahre Zeit. Ist die Steuererklärung Pflicht, müssen die Unterlagen dagegen spätestens am 31. Juli beim Finanz­amt sein. Wer nicht fertig wird, kann die Abgabe­frist verlängern lassen. Nur wenn Steuerberater oder Lohn­steuer­hilfe­ver­eine die Abrechnung erledigen, bleibt bis Ende Februar des über­nächsten Jahres Zeit.

Achtung! Für die Steuererklärung 2019 gibt es geänderte und neue Formulare. So hat der Hauptvordruck statt vier, jetzt zwei Seiten. Neu sind außerdem die Formulare: Haushaltsnahe Aufwendungen, Außergewöhnliche Belastungen und Sonderausgaben.

Weitere Informationen

• Ausfüllhilfen für die Einkommenssteuererklärung und hilfreiche Steuer-Spar-Tipps finden sich im aktuellen Sonderheft der Stiftung Warentest:

Finanztest Spezial Steuern 2020 - Mein Geld zurück

https://www.test.de/shop/steuern-recht/finanztest-spezial-steuern-2020-fs0086/

Stand: 14.02.2020 15:22 Uhr

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