SENDETERMIN Di, 14.05.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Immobilienboom

mit Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur 'Finanztip'

PlayHermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur Finanztip
Service: Immobilienboom | Video verfügbar bis 14.05.2020 | Bild: WDR

Selten waren die Preise für Immobilien so hoch wie jetzt. Selten war aber auch die Nachfrage nach Wohnraum so hoch, und das in Zeiten derart niedriger Zinsen. Dementsprechend viele Wohnungen oder Häuser wechseln gerade ihre Besitzer. Die Termine bei Notarinnen und Notaren sind auf Monate im Voraus ausgebucht.
Was sollten Käufer*innen beachten?

Finanzierung planen

Wer eine gute Immobilienfinanzierung auf den Weg bringen will, sollte sich auf viel Rechnerei einstellen. Wieviel Erspartes ist vorhanden, wie hoch sind die Darlehen? Ist das Einkommen hoch genug, um auch in Zukunft Kredite und Zinsen zahlen zu können? Bei dieser Planung sollten Sie auch die so genannten Erwerbskosten für Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklergebühren berücksichtigen.

Besichtigung der Immobilie

Achten Sie bei der Besichtigung insbesondere auf Mängel wie das Alter der Leitungen, der Heizung und die Dichtigkeit der Fenster. Auch ein mangelnder Brandschutz kann langfristig für Käufer*innen sehr teuer werden. In manchen Fällen ist es sinnvoll, eine/n unabhängige/n Gutachter*in zu beauftragen, damit Bausubstanz und Investitionsbedarf beziffert werden kann.

Zusätzlich zu den Besichtigungen sollten Sie versuchen, weitere Informationen über die Immobilie einzuholen. Dazu können Baupläne, alte Rechnungen oder – bei Eigentumswohnungen – die Unterlagen der vergangenen Eigentümerversammlungen gehören.

Künftige Kosten

Auch wenn der eigentliche Kauf der Immobilie gelaufen ist, können weitere Kosten auf Sie zukommen. Angefangen von einem eventuellen Sanierungsstau bis hin zu Hausgeld oder Versicherungen können da etliche Überraschungen auf Haus- oder Wohnungskäufer*innen warten.
Weitere Kosten können über Maklerprovisionen, Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Umzugskosten bis hin zu den Müllgebühren oder Entwässerungskosten lauern.

Das sollten Verkäufer*innen beachten

Es ist bei der Findung des Kaufpreises nicht wichtig, wie viel man selber für das Haus oder die Wohnung bezahlt hat, sondern wie hoch wird die jeweilige Immobilie derzeit am Markt bewertet wird.

Wenn Sie sich über den Wert der Immobilie nicht sicher sind, dann ziehen Sie eine/n Makler*in oder eine/n Immobilienfachmann/frau der Hausbank hinzu.

Der/die richtige Makler*in

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche/n Makler*in Sie beauftragen sollen, dann lassen Sie gleich mehrere Ihre Immobilie bewerten. Gute Makler*innen kennen ihr Revier und kennen das Preisniveau. Guter Makler*innen erkennen auch sehr schnell, welche Fehler und Mängel das Gebäude hat.

Achten Sie bei der Auswahl auch darauf, ob sie/er Details kennt, wie evtl. Renovierungskosten oder die Erstellung eines Energieausweises. Achten Sie darauf, dass Sie als Eigentümer*in bekannte Mängel nicht verschweigen, das kann schwerwiegende rechtliche Folgen haben.

Die Besichtigung

Stellen Sie für einen Besichtigungstermin alle notwendigen Unterlagen zusammen. Dazu gehören der Grundbuchauszug, der Energieausweis, Grundrisse, Nebenkostenübersicht, Baupläne, Teilungserklärung etc.. Dass das Haus auf die Interessenten einen gut gepflegten Eindruck machen sollte, versteht sich von selbst.

Stand: 14.05.2019 07:19 Uhr

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