SENDETERMIN Di, 05.03.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ist denn schon Frühling?

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayDorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin
Service: Ist denn schon Frühling? | Video verfügbar bis 05.03.2020 | Bild: WDR

Das schöne Wetter der vergangenen Tage lässt die Frühlingsblumen sprießen und macht Lust darauf, kleine Frühlingsinseln auf Balkon, Terrasse und im Garten entstehen zu lassen. Auch wird es Zeit für den Rückschnitt sowie das Reinemachen und auch die geschützten Anzuchten auf der Fensterbank können jetzt angegangen werden.

Es wird Frühling

Endlich ist wieder Leben im Garten, da werden die Töpfe geleert, frische Erde eingefüllt und anschließend wird der Frühling gepflanzt. Am besten ist, was wirklich lange blüht. Hornveilchen und Vergissmeinnicht sind da sichere Vertreter, auch der Goldlack hat Ausdauer. Zwiebelblumen wie Narzissen und Tulpen sollten sehr knospig gekauft und am besten im Topf gepflanzt werden, dann lassen sie sich besser austauschen.
Für den Fall, das der Frost noch einmal kommt, sollte zum Abdecken immer Vlies bereit liegen.

Wer etwas für Bienen tun möchte, sollte Pflanzen mit ungefüllten oder halbgefüllten Blüten verwenden. Bei gefüllten Sorten ist für die Insekten meist nichts zu holen. Außerdem günstig sind Pflanzen, die viele Einzelblüten tragen oder sogar immer wieder neue Blütenknospen entwickeln. Ein besonderes Plus ist der Duft, von dem nicht nur die Insekten profitieren. Tolle Frühlingsblüher für Honig- und Wildbienen: Krokus, Vergissmeinnicht, Günsel, Hornveilchen, Schaumblüte, Lungenkraut, Anemonen.

Farben gut kombiniert

Wenn Blumen in der gleichen Farbe blühen, passen sie gut zusammen: Blaue Vergissmeinnicht und Traubenhyazinthen, gelbe Hornveilchen und Narzissen und rosafarbene Ranunkeln und Hyazinthen.

Wichtig ist es, den Wuchs zu beachten: Zwiebelblumen wachsen eher aufrecht, während Hornveilchen und Bellis über die Ränder hängen.

Um die Farben zu verstärken, kann auch Blattschmuck ergänzt werden. Gelbgrünes oder weißgrünes Blattwerk unterstreicht gelbe und weiße Blütenfarben, dagegen wird mit rotem Laub der Kontrast vor allem zu blauen und rosafarbenen Blüten verstärkt.

Was zum Aussäen gebraucht wird...

Hygiene ist bei der Aussaat ganz wichtig, damit es zu einem schönen Ergebnis kommt. Denn wenn die Samenkörner oder Keimlinge durch Pilzinfektionen Schaden nehmen, ist alle Mühe umsonst. Weiterhin werden passende Gefäße benötigt, in denen sich die Pflanzen entwickeln können. Auf der Fensterbank ist wenig Platz – also müssen sie entsprechend klein sein.

Upcycling heißt das Stichwort. Dabei kann von Eierkartons über Traubenkisten bis hin zu Joghurtbechern alles verwendet werden. Aus Zeitungen lassen sich kleine Töpfchen drehen.

Die Erde sollte möglichst luftig, leicht und nährstoffarm sein – und auch steril. Vor der Aussaat sollte man sich klar machen, wie viele Pflanzen man wirklich haben möchte, um nicht unnötig Saatgut zu verschwenden. Licht ist natürlich auch ein wichtiger Faktor und dank energiesparender LED-Technik gibt es im Handel immer mehr Gefäße mit Beleuchtung.

... und wie es geht

Die Erde wird in die gereinigten Gefäße gefüllt, mit den Fingern leicht festgedrückt und anschließend geglättet. Die plane Oberfläche ist wichtig für das Aussäen und Gießen.

Es ist sinnvoll, vor der Aussaat die Erde zu überbrausen, damit die Samen beim ersten Befeuchten nicht aufschwimmen, sondern direkt quellen können. Anschließend werden die Samen ausgestreut.

Ganz feine Samen werden vorher mit Sand gemischt, damit sie sich besser verteilen lassen. Für Dunkelkeimer muss jetzt noch eine feine Abdeckschicht her, da sie – wie der Name schon vermuten lässt – nur bei Dunkelheit keimen. Lichtkeimer wie z.B. Basilikum sollten dagegen nicht abgedeckt werden.

Stand: 05.03.2019 18:46 Uhr

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