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Service: Naturgewalten – richtig versichert

mit Annika Gerk, Versicherungskauffrau

PlayÜberschwemmung, Hochwasser
Service: Naturgewalten – richtig versichert | Video verfügbar bis 19.07.2022 | Bild: WDR

Bilder von vollgelaufenen Kellern, zerquetschten Autos und zerstörten Gärten fluten gerade die sozialen Medien. Wenn der erste Schock vorbei ist, heißt es für viele: Aufräumen und sich um die Schäden an Auto, Haus und Eigentum kümmern. Glück hat da, wer gut versichert ist. Doch es gibt Fallstricke.

Es gibt keine Universalversicherung

Um wirklich gut abgesichert zu sein, benötigt man gleich mehrere Versicherungen. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf, die Hausratversicherung für bewegliche Gegenstände wie Möbel, Teppiche oder technische Geräte, die durch Regen oder Sturm beschädigt worden sind.
Sollten das Auto oder andere Fahrzeuge beschädigt worden sein, ist das ein Fall für die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Und wer seine Blumentöpfe nicht ausreichend gesichert hat, was dazu führen kann, dass andere verletzt werden, kann sich auf seine Haftpflichtversicherung verlassen.
Was viele jedoch nicht wissen: Um auch gegen Naturgewalten wie Überschwemmungen, Erdrutsche oder Schneelawinen gewappnet zu sein, sollte man zusätzlich eine Elementarschadenversicherung abschließen.

Das leistet die Elementarschadenversicherung

Muss Wasser aus dem Haus gepumpt und es anschließend trocken gelegt werden, ist das ein Fall für die Elementarschadenversicherung. In besonders schweren Fällen deckt sie auch die Kosten für den Abriss und Wiederaufbau eines Hauses. Doch es gibt ein Problem: Die Versicherung greift nur, wenn beispielsweise ein Fluss über die Ufer tritt und den Keller flutet. Drückt sich aber Grundwasser von unten in das Mauerwerk, ist das kein Fall für die Elementarschadenversicherung. Das eine oder andere nachzuweisen ist aber schwierig.

Wer in direkter Flusslage wohnt, könnte es zudem schwer haben, eine solche Versicherung überhaupt abschließen zu können. Dann liegt das Haus nämlich in einer sogenannten Risikolage. Klappt es doch mit einer Versicherung, kann die durchaus teuer werden: Der Preis bemisst sich nämlich nach Lage und Größe des zu versichernden Objekts. Bei Vertragsabschluss sollte man darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug ist. Ist sie das nicht, wird nämlich nur anteilig bezahlt.

Fünf Tipps für den Überschwemmungs-Ernstfall

  • Eigene Sicherheit nicht riskieren und zum Beispiel Strom ausschalten
  • Vor dem Aufräumen Schaden mit Fotos dokumentieren
  • Versicherer so schnell wie möglich informieren
  • Weiteren Schaden abwenden, zum Beispiel: Boden wischen und Einrichtungsgegenstände ins Trockene bringen
  • Beschädigte Gegenstände erstmal aufheben

Weitere Informationen

• WDR Aktuelle Stunde, Unwetter in NRW: Welche Versicherung zahlt bei Schäden?, 14.07.2021 https://www1.wdr.de/nachrichten/unwetter-schaeden-versicherung-100.html

• Brisant, Schäden durch Unwetter: Wann zahlt welche Versicherung? 14.07.2021
https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/unwetter-schaden-versicherung-100.html

• tagesschau.de Welche Versicherung zahlt? 15.07.2021
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/unwetter-versicherung-zahlungen-101.html

Stand: 19.07.2021 07:52 Uhr

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