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Service: Windows 7 vor dem Aus – was nun?

mit Dennis Horn, Digitalexperte

PlayService: Windows 7 vor dem Aus – was nun?
Service: Windows 7 vor dem Aus – was nun? | Video verfügbar bis 06.08.2020 | Bild: WDR

Anfang nächsten Jahres verlässt ein Dinosaurier unter den Betriebssystemen die Bühne: Windows 7 wurde am 22. Oktober 2009 veröffentlicht. Wenn der erweiterte Support im Januar endet, wurde dieses Betriebssystem zehn Jahre lang unterstützt - danach ist endgültig Schluss. Wer bis jetzt auf seinem Computer oder Laptop das alte Betriebssystem laufen hat, sollte sich frühzeitig Gedanken machen, wie es weitergehen soll.

Keine Sicherheitsupdates mehr

Ab dem 14. Januar 2020 wird es für Windows 7 in Problemfällen keine technische Unterstützung mehr geben: Auch neue Sicherheitsupdates werden nicht mehr veröffentlicht. Das bedeutet vor allem: Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen.
Regelmäßige Updates des Betriebssystems sind grundsätzlich wichtig. Wer das nicht macht (auch auf dem Smartphone) ist nicht mehr ausreichend vor Gefahren aus dem Internet geschützt und läuft Gefahr, gehackt zu werden.

Für Computernutzer gibt es nun drei Möglichkeiten: Von Windows 7 auf Windows 10 upgraden, ein neues Gerät mit vorinstalliertem Windows 10 kaufen oder den Kauf eines neuen Gerätes dafür nutzen, um das komplette Betriebssystem zu wechseln und zum Beispiel auf macOS (Apple) oder Linux (freies Betriebssystem) umzusteigen.

Upgrade auf Windows 10

Wer von Windows 7 auf Windows 10 upgraden möchte, kann das offiziell nicht mehr kostenlos tun. Die Angebote dafür sind bereits abgelaufen. Trotzdem gibt es nach wie vor eine Hintertür: Über den Update-Assistenten von Microsoft unter

https://support.microsoft.com/de-de/help/3159635/windows-10-update-assistant

lässt sich ein bestehendes Windows mit korrekter Lizenz upgraden, wenn man als Kunde bestätigt, dass man "auf Hilfstechnologien angewiesen" ist. Wer noch immer mit Windows XP oder Vista arbeitet, muss eine Vollversion von Windows 10 kaufen.

Vorsicht bei Billig-Lizenzen aus dem Internet

Die preiswerteste Windows 10 Lizenz für eine Person und die normale Nutzung zu Hause kostet bei Microsoft rund 150 Euro. Es gibt auch Billiglizenzen, die über diverse Onlineshops angeboten werden, hinter denen aber nicht immer seriöse Angebote stecken. Diese Billiglizenzen stammen oft aus gebrauchten und dann voneinander getrennten Sammellizenzen.

Auch wenn die Windows-Version, die man damit installiert, erst einmal problemlos funktioniert, ist nicht gesichert, dass sie später noch problemlos läuft, wenn es zum Beispiel ein größeres Windows-Update von Microsoft gibt.

Kompatibiltät testen

Wichtig beim Upgrade ist auch der Blick auf die Software: vorher prüfen, ob alle Programme auch zu Windows 10 kompatibel sind oder sich kostenlos für Windows 10 updaten lassen.

Wichtig dabei: Viele Programme werden heute nicht mehr mit einer Dauerlizenz vertrieben (einmal kaufen, immer nutzen), sondern per Abo-Modell.

Wer auf Windows 10 upgradet, landet damit automatisch auch in einer "neuen Software-Welt". Und auch für eventuell genutzte Peripheriegeräte - vom Drucker bis zum Scanner - wäre es wichtig vor einem Upgrade zu prüfen, ob sie auch unter Windows 10 weiter funktionieren.

Weitere Informationen

FAQ von Microsoft zum Supportende von Windows 7
https://support.microsoft.com/de-de/help/4057281/windows-7-support-will-end-on-january-14-2020

FAQ von Microsoft zum Update von Windows 7 und Windows 8 auf Windows 10
https://support.microsoft.com/de-de/help/12435/windows-10-upgrade-faq


Stand: 06.08.2019 07:02 Uhr

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