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Service: Die richtige Bevorratung

mit Wolfram Geier, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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Service: Die richtige Bevorratung | Video verfügbar bis 17.03.2021 | Bild: WDR

Bei Notfällen oder Katastrophen wie Hochwasser oder längeren Stromausfällen besteht die Gefahr, dass Lebensmittel nur schwer zu bekommen sind. Sorgen Sie daher für eine ausreichende Vorratshaltung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK rät: Um persönlich für den Notfall gerüstet zu sein, sollten Sie zehn Tage ohne Einkaufen auskommen.

Empfehlung des BBK: Grundvorrat für 10 Tage (für eine Person)

  • 20 Liter Wasser
  • 3,5 kg Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
  • 4,0 kg Gemüse, Hülsenfrüchte
  • 2,5 kg Obst, Nüsse
  • 2,6 kg Milch, Milchprodukte
  • 1,5 kg Fisch, Fleisch, Eier, bzw. Volleipulver
  • 0,357 kg Fette, Öle

Das Wichtigste ist Trinkwasser. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei mindestens 1,5 Litern pro Tag. Rechnen Sie zwei Liter pro Tag und Person, da Sie noch Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z. B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln benötigen, falls die öffentliche Trinkwasserversorgung unterbrochen ist.

Achten Sie bei der Auswahl der Lebensmittel auf Produkte, die Sie notfalls auch ohne Kochen verzehren können, falls der Strom ausfällt. Denken Sie daran, dass Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen bereits gekocht sind und für getrocknete Produkte zusätzlich Wasser benötigt wird. Bevorraten Sie Obst in Dosen oder Gläsern.

Lagerung und Haltbarkeit

Raffinierter Zucker ist ein sehr haltbares Lebensmittel und bei trockener Lagerung nahezu unverderblich. Auch Honig ist – richtig gelagert – nahezu unbegrenzt haltbar. Das gleiche gilt für Salz. Das ist sehr wichtig, weil der Mensch mehrere Gramm Salz pro Tag braucht.

Reis und Nudeln lassen sich ebenfalls sehr lange lagern. Sie können praktisch zu jeder Mahlzeit gegessen werden und liefern mit ihrem hohen Kohlenhydratanteil viel Energie.

Auch Wasser wird bei richtiger Lagerung nicht schlecht. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Mineralwasser gibt die Haltbarkeit der Plastikflaschen an und beträgt in der Regel zwei Jahre. Wird Wasser dunkel und kühl in Glasflaschen gelagert, ist es ewig haltbar.

Tipp: Lagern Sie Ihren Notvorrat am besten im Regal und sortieren Sie die Produkte nach Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn Sie ein Produkt zum Kochen entnehmen, ersetzten Sie es gleich beim nächsten Einkauf wieder und stellen Sie es nach hinten ins Regal. Auf diese Weise bleibt Ihr Grundbestand erhalten und Sie lagern immer frische Ware ein.

Vorratsmengen berechnen

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung bietet auf seiner Internetseite einen Vorratskalkulator an. Damit können Sie Ihren persönlichen Vorrat für ein bis 28 Tage berechnen.

Geben Sie dazu die Anzahl der Mitglieder Ihres Haushaltes ein und wählen Sie den gewünschten Zeitraum aus. Anschließend erhalten Sie eine Einkaufsliste mit den entsprechenden Mengen und Produkten. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Vorratsplanung auch persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften und Allergien.

Weitere Informationen

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK: Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
https://www.bbk.bund.de/

• Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung: Vorratskalkulator
https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/

Warn-App NINA: Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes (kostenlos) https://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

• NDR Mehr wissen – besser leben: Vorräte: Notfallvorsorge im Krisenfall (24.2.20) https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Vorratshaltung-Was-sinnvoll-ist-und-was-nicht,vorratshaltung100.html

Tagesschau: Sinn und Unsinn von "Hamsterkäufen" (3.3.20)
https://www.tagesschau.de/inland/corona-hamsterkaufe-101.html

Stand: 18.03.2020 12:06 Uhr

Sendetermin

Di., 17.03.20 | 05:30 Uhr
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