SENDETERMIN Do., 29.04.21 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Beziehungsstress

mit Wolfram Zurhorst, Konflikt- und Paarberater

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Service: Beziehungsstress | Video verfügbar bis 29.04.2022 | Bild: WDR

Seit einem Jahr bestimmt die Pandemie auch unseren Beziehungsalltag. Viele Paare haben mehr Zeit miteinander verbracht als sonst. Sorgen um Gesundheit, Geld, Job und die Kontaktbeschränkungen können die Beziehung belasten. Laut einer Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship unter rund 1000 Bundesbürgern ist jeder Vierte (27 Prozent) unsicher, ob seine Beziehung die Corona-Krise unbeschadet übersteht.

Bestehende Probleme werden deutlicher

Durch den Wegfall äußerer Ablenkungen und der Tatsache, dass wir mehr Zeit miteinander verbringen, wird klarer, was für Schwachstellen und Ressourcen eine Beziehung birgt. Im Umgang mit Herausforderungen benötigen Paare eine konstruktive Bewältigungsmethode: Austausch, Aushandeln, Absprache.

Stressfaktoren benennen

Aktuelle Themen sind beispielsweise eine veränderte oder unsichere Arbeitsplatzsituation, Homeschooling oder die Angst davor, zu erkranken. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, sich bewusst zu machen, dass erst individuell bewertet wird, was man als Stress erlebt, und dass man individuell und als Paar seinen eigenen Stil hat, mit diesem Stress umzugehen.

Mangel an sozialen Kontakte

Für den Einen stellt die jetzige Situation eine Form von Einengung dar. Für den Anderen ist es Bereicherung, weil er mehr Zeit mit Partner und/oder Kindern verbringen kann. Schwierig ist das begrenzte Maß an Selbstbestimmtheit im Umgang mit Menschen außerhalb des eigenen Haushalts. Umgang hat man jetzt eigentlich nur mit dem Partner und der Familie. Wer mit dem Partner eine gute Körperlichkeit hat, verfügt über eine gute Ressource. Anderen wird bewusst, ob er dies vermisst oder nicht.

Bewältigungsstrategien

Selbstfürsorge ist wichtig: ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Am besten selbst eine Struktur im Alltag schaffen. Zur Umsetzung ist Selbstdisziplin nötig. Wenn Kinder da sind, müssen sich Eltern vielleicht zurücknehmen, um ihr Kind zu unterstützen. Ebenso hilft Sport, rausgehen, mit Freunden telefonieren – und wenn der Streit zuhause eskaliert, auch kurzzeitig mal ein Ausweichquartier suchen, im Gartenhäuschen oder bei Freunden – wenn es darum geht, wieder ein wenig Distanz zum Partner zu gewinnen.

Geduld bewahren

Zentral ist der Umgang mit Unterschieden und zu wissen, wie es dem anderen geht. Haben Paare nicht gelernt, sich miteinander darüber auszutauschen, was jeder individuell als Belastung oder Bereicherung empfindet, und konkrete Absprachen zu treffen, ist das eine große Schwierigkeit. Besonders, wenn ein Partner sich in sich zurückzieht oder aber schnell der Geduldsfaden reißt.

Weitere Informationen

• Wissen, BR- Nachrichten
https://www.br.de/nachrichten/wissen/paare-und-corona-eine-feuerprobe-fuer-die-liebe,SIaCyPi

• Stresstest für Beziehungen, H+H, WDR Fernsehen
https://www1.wdr.de/fernsehen/hier-und-heute/haertetest-beziehungen-corona-100.html

• Was macht Corona mit der Liebe? Neugier genügt, WDR 5
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/redezeit-oskar-holzberg-100.html

• Sex und Beziehungen in Zeiten von Corona, ARD-Audiothek
https://www.ardaudiothek.de/intimbereich/sex-und-beziehungen-in-zeiten-von-corona-zu-viel-und-zu-wenig-naehe/73584428

• Partnerschaft, ARD Morgenmagazin, Service
https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/service/service-partnerschaft100.html

Stand: 29.04.2021 07:19 Uhr

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