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Service: Carsharing im Test

mit Johannes Boos, ADAC

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Service: Carsharing im Test | Video verfügbar bis 11.06.2021 | Bild: WDR

Die Zahl derjenigen, die Carsharing nutzen, steigt jährlich. Es ist ja auch so einfach: Autos lassen sich per App orten, buchen - und schon kann es losgehen. All das ist praktisch, kann aber teuer werden. Die Portale funktionieren überwiegend problemlos, aber bei einem aktuellen Test der Stiftung Warentest zu Carsharing liegen die Ergebnisse zum Teil weit auseinander, in manchen Bereichen zwischen "gut" und "mangelhaft". Außerdem unterscheiden sich die Preise der Anbieter teils erheblich.

Wie funktioniert Carsharing?

Für Carsharing-Angebote müssen sich Nutzer vorab registrieren. Das Fahrzeug wird über eine App, Website oder telefonisch reserviert. Je nach Anbieter lässt sich das Auto mit App, Kundenkarte oder Schlüssel öffnen. Abgerechnet wird nach gefahrenen Minuten oder Kilometern, einer Kombination aus beidem oder einer – vor allem beim privaten Carsharing – Pauschale.

Welche Modelle gibt es?

Es gibt Fahrzeuge, die an festen Stationen oder Standorten des Anbieters stehen. Und solche, die frei zugänglich im Straßenraum abgestellt sind (so genannte Free-Floater). Darüber hinaus gibt es privates Carsharing: Dabei stellen Privatpersonen ihre Fahrzeuge anderen zur Verfügung.

Was kostet das?

Als Faustregel gilt: Stationsbasierte Fahrzeuge sind häufig günstiger als Free-Floater. Insgesamt gibt es bei verschiedenen Anbietern innerhalb einer Stadt teils erhebliche Preisunterschiede. Wer Carsharing häufig nutzt, kann sich also bei mehreren Anbietern anmelden, um je nach Strecke bzw. gewünschtem Fahrzeug die günstigste Alternative zu wählen.

Für wen ist Carsharing sinnvoll?

Carsharing ist für Wenigfahrer bis etwa 10.000 Kilometer pro Jahr sinnvoll, die ansonsten auf ÖPNV-Angebote zurückgreifen können. Carsharing ist außerdem für Familien attraktiv, die aus Kostengründen auf einen Zweit- oder Drittwagen verzichten wollen. Stationsbasiertes Carsharing ist ein sinnvoller Baustein eines nachhaltigen Stadtverkehrs, dagegen ersetzen Free-Floater oft die Fahrt mit ÖPNV oder Fahrrad.

Was muss ich wegen Corona beachten?

Carsharing-Nutzer schützen sich am besten, indem sie unterwegs die allgemein gültigen Hygieneregeln einhalten. Richtiges Händewaschen ist besonders wichtig. Gibt es unterwegs keine Gelegenheit dazu – etwa nach dem Tanken – kann man im Auto statt dessen Feuchttücher benutzen. Sie enthalten Wasch-Tenside und eignen sich auch, vor der Nutzung eines Carsharing-Fahrzeugs Lenkrad und Griffe zu reinigen.

Weitere Informationen

ADAC: Carsharing – Fahrzeuge gemeinschaftlich nutzen (15.10.2019)
https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsmittel/carsharing/

Informationen zum Thema finden Sie im Heft "test" der Stitung Warentest, Ausgabe 5/2020, 6,50 Euro (Artikel Flexibel mieten, S. 74 ff.).

Stand: 17.06.2020 13:23 Uhr

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