SENDETERMIN Di, 21.08.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: E-Bikes

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

PlayE-Bikes, Pedelcs, Elektrofahrräder
Service: E-Bikes | Video verfügbar bis 21.08.2019 | Bild: WDR

Fahrräder mit elektrischer Motorunterstützung werden bei den Deutschen immer beliebter. Mit der Zunahme der Zahl entsprechender Räder auf unseren Straßen steigen jedoch leider auch die Unfallzahlen: Von Januar bis April 2018 sind bei Verkehrsunfällen innerorts 1082 E-Bike-Fahrer verletzt worden, im gleichen Zeitraum 2017 waren es 769 (Quelle: WDR-HF-Nachrichten 15. od. 16.08.18 und NRW-Innenministerium).

Während sich in der Anfangszeit viele Unternehmen und Fachleute für den Gebrauch des (eigentlich richtigen) Begriffs "Pedelec" für die meist verbreitetste Art von Elektrofahrrad eingesetzt haben, hat sich heute im allgemeinen Sprachgebrauch der international übliche Ausdruck "E-Bike" für alle Arten von Elektrofahrrädern eingebürgert. Aus vielen Gründen ist eine genaue Unterscheidung jedoch wichtig.

Elektrofahrräder

Es gibt verschiedene Typen von Elektrofahrrädern. Je nach technischer Bauart wird unterschieden, ob es sich um ein Fahrrad handelt oder das Rad mit Motorunterstützung als Kleinkraftrad einzustufen ist. Im Allgemeinen wird von E-Bikes gesprochen, doch es gibt begriffliche Unterschiede.

Pedelec

Den größten Marktanteil an Elektrofahrrädern haben so genannte Pedelecs. Sie fahren nicht allein, sondern unterstützen das Treten des Fahrers mit einem Elektromotor von maximal 250 Watt. Bei 25 km/h schaltet der Motor ab. Das Pedelec ist rechtlich dem Fahrrad gleichgestellt, selbst wenn es eine Anfahrhilfe bis 6 km/h hat. Fahrer benötigen weder Versicherungskennzeichen noch Führerschein. Für Pedelecs besteht keine generelle Helmpflicht. Zum eigenen Schutz sollte aber immer ein Fahrradhelm getragen werden.

S-Pedelec

Die stärkere Form von Pedelecs sind so genannte S-Pedelecs. Die Motorunterstützung wird erst bei 45 km/h abgeschaltet. Solche schnellen Pedelecs sind keine Fahrräder, sondern Kleinkrafträder. Die maximale Motorleitung beträgt 500 Watt. Für S-Pedelecs besteht Helmpflicht, Fahrer benötigen eine Fahrberechtigung der Klasse AM und ein Versicherungskennzeichen. Auf Radwegen dürfen S-Pedelecs nicht fahren.

E-Bike

E-Bikes bilden die dritte Kategorie und sind quasi Elektromofas. Das E-Bike kann allein mit Motorleistung, d.h. ohne Tretunterstützung gefahren werden. Erreichen die E-Bikes allein durch Gas geben eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h, besteht keine Helmpflicht, aber Fahrer benötigen eine Mofaprüfbescheinigung (Ausnahme: Der Fahrer hat eine allgemeine Fahrerlaubnis oder wurde vor dem 1. April 1965 geboren). Bei E-Bikes mit einer Geschwindigkeit bis 25 km/h besteht Helmpflicht. Wer ein E-Bike mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h fährt, muss eine Fahrerlaubnis Klasse AM besitzen. Für alle E-Bikes ist ein Versicherungskennzeichen vorgeschrieben.

WEITERE INFORMATIONEN:

Stand: 21.08.2018 07:47 Uhr

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