SENDETERMIN Di, 16.04.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: E-mobil auf zwei Rädern

mit Susanne Brüsch, E-Bike-Fachjournalistin

PlayUnterwegs mit dem E-Bike
Service: E-mobil auf zwei Rädern | Video verfügbar bis 16.04.2020 | Bild: WDR

Ob Trekking- oder City-E-Bike, Tiefeinsteiger, Hardtail-E-Mountainbike, Fully-E-Moun-tainbike, E-Faltrad oder E-Lastenrad - für jeden Anspruch und fast jedes Budget gibt es mittlerweile das passende Rad.

  • Klassische Trekkingräder ermöglichen ein breites Nutzungsspektrum und eine Mischung aus Komfort, Alltags- und Tourentauglichkeit. Sie werden in größeren Stückzahlen hergestellt und bieten häufig ein spürbar günstigeres Preis-Leistungsverhältnis als Räder mit ausgeprägt sportlichem Anspruch.
  • Wer besonderen Wert auf Bequemlichkeit legt, wählt ein Tiefeinsteiger-Rad.
  • Hardtails (Mountainbikes ohne gefedertes Hinterrad) können eine sinnvolle Einstiegsklasse für Allround-Offroad-Aktivitäten sein.
  • Ein Faltrad ist dann sinnvoll, wenn das Rad häufiger getragen werden muss und wenig Platz zum Abstellen vorhanden ist.
  • Lastenräder können nahezu die Rolle eines Zweitwagens einnehmen und in der Stadt beim Einkaufen oder Kindertransport flexibler und schneller als Autos sein.

Unterschiede bei den E-Bikes

Umgangssprachlich nennt man elektrische Fahrrädern häufig „E-Bike“, meint aber in der Regel so genannte "Pedelecs" (Pedal Electric Cycle): Deren Leistung ist auf 250 Watt begrenzt, sie riegeln bei 25 km/h automatisch ab. Mit 99 Prozent machen Pedelecs den größten Anteil an Elektro-Fahrrädern aus. Für die Benutzung sind weder Versicherungskennzeichen noch Helm nötig. Pedelecs bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrräder.

Ein so genanntes „S-Pedelec“ dagegen ist dem Moped gleichgestellt. Es hat eine Motorleistung bis 500 Watt und eine Antriebsunterstützung bis zu 45 km/h. Für die Benutzung werden ein Führerschein Klasse AM, Helm sowie Versicherungskennzeichen benötigt. Das Mindestalter für die Nutzung liegt bei 16 Jahren. Das S-Pedelec darf in Städten nur auf der Straße und nicht auf Fahrradwegen gefahren werden, Anhänger sind verboten.

Räder für Pendler

Seit Anfang des Jahres 2019 sind Dienstfahrräder von der Steuer befreit. Allerdings nur dann, wenn der Arbeitgeber das Dienstrad zusätzlich zum Lohn zahlt.

Viele Arbeitgeber sind dem Job-Rad gegenüber aufgeschlossen, denn wenn Mitarbeiter statt eines Dienstwagens ein Fahrrad wählen, bleiben sie - so die Hoffnung - fit und produktiv. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Dienstwagen ist, dass für die zurückgelegten Strecken keine weitere Versteuerung anfällt.

Diese ist nur für E-Bikes und S-Pedelecs nötig, die schneller als 25 km/h fahren. Anders als beim Pkw muss beim Dienstfahrrad außerdem der Anfahrtsweg zur Arbeit nicht als "geldwerter Vorteil" mit 0,03 Prozent des Kaufpreises je Kilometer versteuert werden.

Reisen mit dem E-Bike

Das Pedelec bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen auf Radreise zu gehen – selbst dann, wenn die Mitfahrer sportlich unterschiedlich leistungsstark sind: Die zusätzliche Energie aus dem elektrischen Antrieb lässt sich beliebig zuschalten. So gleicht das E-Bike individuelle Leistungsunterschiede aus, auch untrainierte Radfahrer - junge wie alte - können mit ihren sportlichen Begleitern mithalten. Außerdem ermöglichen Reisen mit dem E-Bike, ohne große Mühe größere Entfernungen zurückzulegen. Und wer möchte, kann trotzdem an seine Grenzen gehen - nur liegen diese viel höher und weiter als beim herkömmlichen Fahrrad. 

Elektro-Roller und andere Kleinfahrzeuge

Auch elektrische Kick-Scooter, E-Skateboards, selbst-balancierende Einräder und andere Kleinfahrzeuge werden künftig die unterschiedlichen Fortbewegungsarten im städtischen Verkehrsbild erweitern. Bisher hat der Gesetzgeber solche Vehikel ohne Sitz nämlich aus dem Straßenverkehr verbannt. In der Schweiz sind sie bereits legal.

Es ist damit zu rechnen, dass eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung im Juni 2019 in Kraft tritt. Dann dürfen elektrische Kick-Scooter und ähnliche Gefährte mit einer Motorleistung bis 500 Watt maximal 20 km/h schnell fahren. Sie brauchen zwei Bremsen und ein Mofa-Kennzeichen als Aufkleber. Ein Führerschein ist nicht nötig, ein Helm nicht zwingend vorgeschrieben, aber empfehlenswert.

Sogar Zwölfjährige dürfen E-Scooter fahren - solange sie auf dem Fußweg bleiben und nicht schneller als 12 km/h werden. Ab 14 Jahren müssen sie auf den Radweg ausweichen. Dort dürfen die Roller dann bis zu 20 km/h ausgefahren werden.

Weitere Informationen:

Pedelec Abenteuer von Susanne Brüsch:
www.pedelec-adventures.com

Welches Elektrorad ist das richtige?
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Tipps-zu-E-Bike-Pedelec-und-Elektrofahrrad,ebike123.html

Pedelecs und E-Bikes
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
https://www.adfc.de/artikel/pedelecs-und-e-bikes/

Stand: 16.04.2019 09:03 Uhr

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