SENDETERMIN Mo., 06.01.20 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Das Ende von Windows 7

mit Dennis Horn, Digitalexperte

PlayService: Das Ende von Windows 7
Service: Das Ende von Windows 7 | Video verfügbar bis 06.01.2021 | Bild: WDR

Am 14. Januar 2020 wird die technische Unterstützung für das Betriebssystem Windows 7 endgültig eingestellt. Das bedeutet, in Problemfällen wird es keine technische Unterstützung mehr geben. Auch neue Sicherheitsupdates werden nicht mehr veröffentlicht - was vor allem heißt: Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen.

Regelmäßige Updates des Betriebssystems sind grundsätzlich wichtig: Wer das nicht macht (auch auf dem Smartphone) ist nicht mehr ausreichend vor Gefahren aus dem Internet geschützt und läuft Gefahr, gehackt zu werden.

Für Computernutzer gibt es nun drei Möglichkeiten: Von Windows 7 auf Windows 10 upgraden, ein neues Gerät mit vorinstalliertem Windows 10 kaufen oder den Kauf eines neuen Gerätes dafür nutzen, um das komplette Betriebssystem zu wechseln und zum Beispiel auf macOS (apple) oder Linux (freies Betriebssystem) umzusteigen.

Upgrade auf Windows 10

Wer von Windows 7 auf Windows 10 upgraden möchte, kann das offiziell nicht mehr kostenlos tun; die Angebote dafür sind bereits abgelaufen. Trotzdem gibt es nach wie vor eine Hintertür: Über den Update-Assistenten von Microsoft lässt sich unter

https://support.microsoft.com/de-de/help/3159635/windows-10-update-assistant

ein bestehendes Windows mit korrekter Lizenz upgraden. Wer noch immer mit Windows XP oder Vista arbeitet, muss eine Vollversion von Windows 10 kaufen.

Vorsicht vor Billig-Lizenzen aus dem Internet

Die preiswerteste Windows 10-Lizenz für eine Person und die normale Nutzung zu Hause kosten bei Microsoft rund 150 Euro. Es gibt auch Billig-Lizenzen, die über diverse Onlineshops angeboten werden, hinter denen aber nicht immer seriöse Angebote stecken.

Diese Billig-Lizenzen stammen oft aus gebrauchten und dann voneinander getrennten Sammel-Lizenzen. Auch wenn die Windows-Version, die man damit installiert, erst einmal problemlos funktioniert, ist nicht gesichert, dass sie später noch problemlos läuft, wenn es zum Beispiel ein größeres Windows-Update von Microsoft gibt.

Kompatibiltät testen

Wichtig beim Upgrade ist auch der Blick auf die Software: vorher prüfen, ob alle Programme auch zu Windows 10 kompatibel sind oder sich kostenlos für Windows 10 updaten lassen. Wichtig dabei: Viele Programme werden heute nicht mehr mit einer Dauerlizenz vertrieben (einmal kaufen, immer nutzen), sondern per Abo-Modell.

Wer auf Windows 10 upgradet, landet damit automatisch auch "in einer neuen Software-Welt". Für eventuell genutzte Peripheriegeräte - vom Drucker bis zum Scanner - wäre es wichtig, vor einem Upgrade zu prüfen, ob sie auch unter Windows 10 weiter funktionieren.

Weitere Informationen

FAQ von Microsoft zum Supportende von Windows 7

https://support.microsoft.com/de-de/help/4057281/windows-7-support-will-end-on-january-14-2020


FAQ von Microsoft zum Update von Windows 7 und Windows 8 auf Windows 10


https://support.microsoft.com/de-de/help/12435/windows-10-upgrade-faq

Stand: 14.02.2020 15:16 Uhr