SENDETERMIN Do, 21.02.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Fahrradtrends 2019

mit Juliane Schumacher, Rad-Bloggerin

PlayJuliane Schumacher, Svenja Kellershohn
Service: Fahrradtrends 2019 | Video verfügbar bis 21.02.2020 | Bild: WDR

Fahrradfahren liegt im Trend - mit oder ohne elektrische Unterstützung. E-Bikes sind nicht nur bei älteren Menschen en vogue. Auch die jüngere Generation entdeckt das elektrische Fahrrad immer mehr für sich, nicht zuletzt als Alternative für Pendler. Die Hersteller folgen der Nachfrage und präsentieren auf der Fahrradmesse in Essen verschiedene E-Bike-Varianten – vom effizienten Stadtrad bis zum praktischen Lastenrad.

Ebenso im Trend: Durch neue Herstellungsverfahren und Materialien werden die Bikes wesentlich leichter. Immer mehr Hersteller integrieren den Akku vollständig im Rahmen, so dass dieser weniger auffällt. Mittelmotoren sind am beliebtesten. Sie haben unter anderem den Vorteil eines niedrigen Schwerpunkts am Tretlager des Fahrrads und beeinflussen daher das Fahrverhalten kaum.

Unterschiede bei Elektrorädern

Man unterscheidet grob in drei Kategorien, wobei zwei am geläufigsten sind: Pedelec, S-Pedelec und das weniger marktrelevante E-Bike im engeren Sinne.

Sowohl Pedelec als auch S-Pedelec werden durch Muskelkraft, also Treten in die Pedale, und unterstützendem Elektromotor betrieben.
Das E-Bike (E-Leichtmofa/Kleinkraftrad) läuft unabhängig von der Trittleistung des Fahrenden bei max. 20km/h und bis zu 500 Watt Motorleistung.

Umgangssprachlich sagen wir zu elektrischen Fahrrädern gerne E-Bike, meinen dann aber in der Regel ein Pedelec (Pedal Electric Cycle). Dessen Motorleistung ist auf 250 Watt begrenzt und regelt bei 25 km/h automatisch ab. Mit 99 Prozent machen sie den größten Anteil an Elektro-Fahrrädern aus. Für die Benutzung ist weder ein Versicherungskennzeichen noch ein Helm nötig. Pedelecs gelten rechtlich als Fahrräder.

Ein S-Pedelec wiederum zählt zu den Kleinkrafträdern, hat eine Motorleistung bis ca. 500 Watt und eine Antriebsunterstützung bis zu 45 km/h. Für die Benutzung benötigt man im Unterschied zum normalen Pedelec einen Führerschein der Klasse AM, sowie ein Versicherungskennzeichen. Außerdem besteht eine Helmpflicht. Das Mindestalter für die Nutzung beträgt 16 Jahre. Das S-Pedelec darf in Städten nicht auf Fahrradwegen gefahren werden und Anhänger sind verboten.

Fahrräder mit und ohne elektrische Unterstützung

Ob Trekking- oder City-Bike, Tiefeinsteiger, Allroad-Bike, Hardtail-Mountainbike, Fully- Mountainbike, Falt- oder Lastenrad, für jeden Anspruch und fast jedes Budget gibt es mittlerweile das passende Konzept mit und ohne Elektromotor.

Klassische Trekkingräder bieten ein sehr breites Nutzungsspektrum und eine optimale Mischung aus Komfort, Alltags- und Tourentauglichkeit. Sie werden in größeren Stückzahlen produziert und bieten oft ein spürbar günstigeres Preis-Leistungsverhältnis als Räder mit ausgeprägt sportlichem Anspruch.

Wer besonderen Wert auf Bequemlichkeit legt, wählt ein Tiefeinsteiger-Fahrrad. Allroad-Bikes (wie sogenannte Gravelbikes) oder Hardtails (Mountainbikes ohne gefedertes Hinterrad) sind eine sinnvolle Einstiegsklasse für Allround-Offroad-Aktivitäten.

Falträder sind wahre Platzsparer. Lastenräder können einen PKW auch eben mal ersetzen und sind in der Stadt beim Einkaufen oder Kindertransport flexibler und schneller als jedes Auto.

Räder für Pendler

Viele Arbeitgeber sind dem Job-Bike gegenüber aufgeschlossen, denn wenn Angestellte statt eines Dienstwagens ein Dienstfahrrad wählen, bleiben sie fit und produktiv. Seit Anfang des Jahres sind Dienstfahrräder von der Steuer befreit. Allerdings nur wenn der Arbeitgeber das Dienstrad zusätzlich zum Lohn zahlt.

Für das klassische Dienstrad-Leasing erfolgt die Abzahlung über eine Gehaltsumwandlung. Die 1-%-Steuer-Regelung gilt wie beim Dienstwagen nach wie vor.

Der Anfahrtsweg zur Arbeit muss allerdings nicht als geldwerter Vorteil mit 0,03 % je km des Kaufpreises versteuert werden. Diese fällt nur für E-Bikes und S-Pedelecs an, die schneller als 25 km/h fahren. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Dienstwagen. Die Entfernungspauschale von 0,30€/km gilt auch hier.

Weitere Informationen

Fahrradmesse Essen
21. bis 24. Februar 2019) 250 Aussteller zeigen auf mehr als 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles rund um das Thema Fahrräder, Radsport, Radtouristik und Fahrrad-Zubehör. Tageskarte: 10 €

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. 

Informativer Blog zum Thema Elektro-Fahrrad

Stand: 21.02.2019 07:29 Uhr

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