SENDETERMIN Fr, 20.09.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Der Herbst kann kommen

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayDorothée Waechter, Julia Schöning
Service: Der Herbst kann kommen | Video verfügbar bis 20.09.2020 | Bild: WDR

Das erste Blattwerk an den Bäumen verfärbt sich und morgens kann es empfindlich kalt werden. Der Herbst naht und es gibt vieles zu tun. Die Saison wird nachbereitet und die Vorbereitungen für den Winter laufen bereits auf Hochtouren.

Gehölzschnitt vorbereiten

Am 1. Oktober beginnt die Zeit, in der es erlaubt ist, Sträucher und Bäume kräftig zurückzuschneiden. Damit die Tiere nicht überrascht werden und quasi über Nacht ihr Winterquartier verlieren, sollte damit auch nicht allzu lange gewartet werden. Vor allem bei den Hecken wird jetzt nochmals ein Formschnitt durchgeführt, damit die Pflanzen in den Wintermonaten gut aussehen.

An Obstgehölzen wird der Schnitt gemacht, damit viel Licht in die Krone kommt und die Früchte reifen können. Bei überalterten Gehölzen dürfen jetzt auch ordentlich Triebe herausgenommen werden. Bauernhortensien, Flieder und Forsythie werden jetzt nicht geschnitten, da sonst die Blütenknospen für das kommende Jahr entfernt werden.

Rasen fit für den Herbst und blumig für das Frühjahr

Der Rasen hat gelitten. Hitze und Trockenheit haben ihm zugesetzt. Jetzt es an der Zeit, ihn für den Winter stark zu machen. Das heißt, er muss regelmäßig in relativ kurzen Abständen gemäht werden, damit die Gräser schön dicht in die Breite wachsen und sich Lücken schließen. Anderenfalls werden sie von Unkraut besiedelt. Natürlich kann jetzt auch ein Herbstdünger ausgebracht oder reife Komposterde zur Verbesserung der Bodenstruktur sowie für eine gute Nährstoffzufuhr ausgestreut werden.

Laub, das von den Bäumen fällt, sollte schnell abgerecht werden, damit für ein gutes Wachstum viel Licht an die Halme kommt. Statt des Rechens kann dafür auch der Rasenmäher verwendet werden. Das Laub wird zum Bau von Überwinterungsplätzen verwendet.

Krokusse und Blausternchen können jetzt in den Rasen gepflanzt werden, damit er im zeitigen Frühjahr bunte Tupfen bekommt.

Vorbereitungen zum Blühen

Geranien & Co. haben ausgedient. Sie wachsen bei den sinkenden Temperaturen nicht mehr und sollten nun durch Erika, Purpurglöckchen, Alpenveilchen und Astern ersetzt werden. Die Erde kann in den Gefäßen bleiben, mit einem normalen Substrat ohne Langzeitdünger werden die Zwischenräume aufgefüllt.

Wichtig: Vor dem Pflanzen alle Töpfe kräftig wässern und die Pflanzen dicht setzen, da sie nicht mehr in die Breite wachsen. Für einen nahtlosen Übergang zum Frühling können jetzt kleine Narzissen, Hyazinthen und botanische Tulpen zwischen die Gräser und Purpurglöckchen gesetzt werden, und zwar dort, wo Erika und Alpenveilchen jetzt blühen.

Wer möchte, kann ein paar Kürbisse und Hagebuttenzweige zum Dekorieren verwenden.

Winterplätze für die Gartenbewohner

Während der Garten allmählich in den Winterschlaf geht, bereiten sich auch Insekten, Vögel und andere Gartenbewohner auf die kalte Jahreszeit vor. Sie brauchen Rückzugsorte, um sich vor der Kälte zu schützen. Da sind Staudenbeete, die nicht zurückgeschnitten werden, ideal. Auch Reisighaufen, Laub und Samenstände bieten einen sicheren Ort zum Überwintern.

Zudem sollte immer genügend Wasser vorhanden sein. Gerade im Herbst fallen immer wieder Blätter in die Wassertränken. Diese also immer mal wieder leeren und säubern und den Wasserstand auch im Winter halten.

Stand: 20.09.2019 09:20 Uhr

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