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Service: Wir locken den Frühling

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayService: Wir locken den Frühling
Service: Wir locken den Frühling | Video verfügbar bis 05.03.2022 | Bild: WDR

Allmählich wird es Frühling: Aus der Erde wachsen die ersten grünen Nasen, im Garten blühen die Schneeglöckchen, und Hornveilchen, Narzissen und Vergissmeinnicht warten darauf, auf Balkon und Terrasse geholt zu werden.

Was blüht uns jetzt?

Zu den wichtigsten Frühlingsgewächsen zählen Hornveilchen und Stiefmütterchen, da es sie in vielen verschiedenen Farben gibt. Aber auch Bellis, Vergissmeinnicht und Primeln leuchten mit ihren Blüten. Neben diesen klassischen Zierpflanzen gibt es noch viele andere Zwiebelblumen, die vorgetrieben jetzt im Handel erhältlich sind, wie z.B. Hyazinthen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Kronenanemonen und Fritillarien. Mit ihren gestielten Blütenständen sorgen sie für viel Abwechslung und bieten die Möglichkeit zu raffinierten Farbgestaltungen.

Vorgezogene Stauden bereichern das Angebot: Mit Schaumblüte, Akelei, Lungenkraut und Goldlack kommen weitere Farben und Blüten ins Spiel. Bunter Blattschmuck und Gräser runden die Pflanzenkombination ab.

Ideen zum Kombinieren

Im Mittelpunkt der Gestaltung steht die Farbe der Blüten. Wobei eine Bepflanzung Ton-in-Ton mehr Aufmerksamkeit hervorruft als ein bunter Mix, der häufig beliebig wirkt. Besonders eindrucksvoll im Frühling ist das Blau der Blüten. Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthen und Lungenkraut wirken selten so klar und hell wie im Frühling. Sie lassen sich gut mit weißen Blüten kombinieren, auch von der gleichen Art. Ein paar Hornveilchen können ebenfalls eingemischt werden.

Eine weitere wichtige Farbe im Frühling ist Gelb, die Farbe der Sonne. Es lockt nicht nur die ersten Insekten an die blumigen Futternäpfe, sondern verbreitet auch Wärme. Primeln, Hornveilchen und Narzissen sind ein klassisches Trio, das beispielsweise durch dottergelben Goldlack Unterstützung bekommt.

Kleine Inseln für Tisch und Wohnung

Wer ein paar der Frühlingsblüher in die Wohnung holen möchte, hat das Problem, dass es oft zu warm ist und die Pflanzen schnell verblühen. Daher sollten die Pflanzen nachts kaltgestellt werden, um diese Entwicklung etwas zu bremsen.

Für Innenräume werden die Pflanzen etwas einfacher inszeniert: Eine Narzisse wird in eine hohe Vase gepflanzt und mit Moos, Federn und etwas Blaubeergrün geschmückt. Auf einem Holztablett stehen in verschiedenen Gläsern Primeln und Hornveilchen zusammen mit einer bunten Kerze. Moos und Weidenkätzchen runden die Frühlingsstimmung ab.

Ganz praktisch: Gießen, Düngen, Schutz vor Kälte – was ist jetzt wichtig?

Noch immer kann es kalt und sogar frostig werden. Die Pflanzen, die jetzt angeboten werden, vertragen einiges. Aber auch sie sollten bei strengem Frost geschützt werden: Dazu abends die Töpfe mit Vlies einwickeln und morgens wieder abdecken. Das dünne Gewebe reicht meist aus. Wichtig ist es, morgens zu gießen, damit die Pflanzen gut versorgt in den mitunter schon warmen Tag gehen.

Die Erde in den Balkonkästen sollte ausgetauscht oder zumindest frische Erde untergemischt werden. Das Pufferungsvermögen und die Speicherkraft sind einfach höher bei neuem Substrat. So bekommen die Pflanzen auch ausreichend Nährstoffe. Wer Zwiebelblumen und Stauden später in den Garten pflanzen will, kann sie mit einer Flüssigdüngergabe verwöhnen.

Stand: 05.03.2021 09:33 Uhr