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Service: Geld für Eltern

mit Hermann-Josef Tenhagen, finanztip

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Service: Geld für Eltern | Video verfügbar bis 16.09.2020 | Bild: WDR

Elternzeit, Elterngeld, ElterngeldPlus – Eltern können nach der Geburt des Kindes Pause machen und bekommen trotzdem Geld vom Staat. Alleinerziehende in finanzieller Notlage erhalten Zuschüsse von kirchlichen Einrichtungen wie z.B. der Caritas. Alle Zuschüsse sollten noch vor der Geburt des Kindes beantragt werden.

Elterngeld

Zum 1. Januar 2007 wurden das Erziehungsgeld und die Erziehungszeit durch das Elterngeld und die Elternzeit abgelöst. Zusätzlich gibt es noch das Landeserziehungsgeld. Mütter und Väter bekommen Elterngeld, falls sie ihr Kind in den ersten vierzehn Monaten selbst betreuen und deshalb nicht oder nur in Teilzeit arbeiten. Das Elterngeld beläuft sich auf 65 bis 100 Prozent dessen, was der Elternteil vor der Geburt netto verdient hat. Dabei gibt es eine Untergrenze von mindestens 300 Euro und eine Obergrenze von höchstens 1.800 Euro im Monat.

Zwölf Monate lang gibt es das Basis-Elterngeld. Den Eltern stehen gemeinsam insgesamt vierzehn Monate zu, sofern sich beide an der Betreuung beteiligen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, können zwischen Elterngeld und ElterngeldPlus wählen oder beides kombinieren. Das ElterngeldPlus beträgt zwischen 150 und 900 Euro im Monat. Eltern können dann bis zu 36 Monate lang staatliche Leistungen beziehen.

Arbeitslosengeld-I-Empfänger

Sie erhalten zusätzlich zum Arbeitslosengeld den Sockelbetrag von 300 Euro. Auch Studenten, Auszubildende sowie Hausfrauen und Hausmänner erhalten diesen Mindestbetrag.

Arbeitslosengeld-II-Empfänger

ALG-II-Empfänger erhalten zwar Elterngeld, doch wird es vollständig als Einkommen angerechnet (§ 10 Abs. 5 BEEG). Monatlich haben sie damit genauso viel Geld zur Verfügung wie ohne Elterngeld, da sie dann weniger Arbeitslosengeld II bekommen. Die Anrechnung ist gerichtlich überprüft und für verfassungsgemäß erklärt worden (LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12. März 2013, Az. L 6 AS 623/11).

Partnerschaftsbonus

Den Partnerschaftsbonus erhalten Eltern, die sich für ein partnerschaftliches Zeitarrangement entscheiden: Sie bekommen vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn sie in dieser Zeit gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Dies gilt auch für getrennt erziehende Eltern, die als Eltern gemeinsam in Teilzeit gehen. Alleinerziehenden steht der gesamte Partnerschaftsbonus zu.

Vom sogenannten Geschwisterbonus profitieren Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern: Sie erhalten einen Zuschlag von 10 Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro bei Basiselterngeld (37,50 Euro bei ElterngeldPlus). Bei Mehrlingsgeburten wird ein Mehrlingszuschlag von 300 Euro (150 Euro bei ElterngeldPlus) für jedes weitere neugeborene Kind gezahlt.

Kindergeld

Wer mit seinem Kind in Deutschland wohnt, hat Anspruch auf Kindergeld. Seit dem 1. Juli 2019 gibt es für das erste und zweite Kind je 204 Euro monatlich, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro.

Wird das Kind 18 Jahre alt, muss nachgewiesen werden, dass es noch in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium ist. Ab dem 25. Geburtstag des Kindes gibt es grundsätzlich kein Kindergeld mehr. Eltern können eine Reihe steuerlicher Vergünstigungen erhalten. Neben dem Kindergeld steht ihnen auch der Kinderfreibetrag zu. Zusätzlich zum Kindergeld bekommen Geringverdiener auf Antrag den sogenannten Kinderzuschlag.

Weitere Informationen


Stand: 16.09.2019 08:25 Uhr

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