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Service: Gesunde Haut im Winter

mit Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz, Klinik für Dermatologie und Venerologie, Uniklinik Köln

PlayFrau fasst sich an die Schulter
Service: Gesunde Haut im Winter | Video verfügbar bis 19.02.2021 | Bild: WDR

Viele Menschen haben im Winter Probleme mit der Haut, denn bei Temperaturen unter acht Grad Celsius stellen die Talgdrüsen ihre Fettproduktion nahezu ein. Außerdem verengen sich die Blutgefäße, damit die tieferen Hautschichten nicht an Wärme verlieren. Hinzu kommt die Heizungsluft: Beides zusammen trocknet die Haut aus.

Die richtige Gesichtspflege bei Kälte

Kälte entzieht der Haut Feuchtigkeit. Im Winter sollten Hautpflegeprodukte deshalb mehr Fett und weniger Wasser enthalten. Natürliche Fette, wie sie zum Beispiel in Avocado- oder Olivenöl stecken, kompensieren die geringere Fettproduktion und unterstützen die Barrierefunktion der Haut, in dem sie ihre oberste Schicht schützen.

Ähnliches machen sogenannte "Lipolotionen", die mit Hilfe von Liposomen (künstlich erzeugte Fettblasen als Wirkstoffträger) das Fett effizient in die Haut schleusen.

Auf die Inhaltsstoffe achten

Viele handelsübliche Hautpflegeprodukte enthalten Mineralöle wie Paraffin, da diese günstig, geruchslos und haltbar sind. Auf Dauer machen sie die Haut jedoch spröde und trocken. Menschen mit empfindlicher Haut sollten darauf achten, dass ihr Pflegeprodukt möglichst wenig Inhaltsstoffe und keine Zusätze wie Farbstoffe, Duftstoffe oder Alkohol enthält. Zusatzstoffe wie Urea (Harnstoff) können helfen, Feuchtigkeit in Zellen zu binden und damit trockene Haut zu behandeln.

Heizungsluft schadet der Haut

Warme Heizungsluft ist sehr trocken und entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Helfen können Cremes, Seren und Masken mit Wirkstoffen wie Hyaluronsäure (ein Bestandteil des Bindegewebes) und Glycerin (Zuckeralkohol). Nicht bewiesen ist jedoch, ob Hyaluronsäure in Nahrungsergänzungsmitteln zu glatterer Haut führen.

Ist die Haut von Haus aus trocken, sollte die Pflege zusätzlich einen höheren Fettanteil haben. Bei Mischhaut ist hingegen ein etwas höherer Wasseranteil ratsam. Vorsicht vor zu langem und zu heißem Duschen oder Baden: Heißes Wasser schädigt den Hautschutzmantel zusätzlich, führt zu Juckreiz und trockener Haut. Deshalb im Winter lieber kurz duschen und kein heißes Schaumbad nehmen. Anstatt Seife grundsätzlich nur pH-neutrale Duschgels bzw. -Bäder, Waschlotionen oder -Emulsionen verwenden ("Syndets", also "synthetic detergents", synthetische Detergenzien/Reinigungsmittel).

Sonnenschutz auch im Winter

UV-Strahlen schädigen unsere Haut. Daher ist es wichtig, das ganze Jahr über einen Sonnenschutz zu benutzen. Gerade in den nasskalten Herbst- und Wintermonaten ist unsere Haut durch die Kälte besonders empfindlich und anfällig für schädliche Umwelteinflüsse.

Hautpflegecremes und Make-up mit Lichtschutzfaktor sowie Sonnencremes schützen die Haut. Beim Wintersport sollte Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 12 – 15 aufgetragen werden. Als Vorbeugung für (vorzeitige) UV-bedingte Hautalterung ist für Menschen ab etwa 30 Jahren Lichtschutzfaktor 50 empfehlenswert.

Links

Weiterführende Informationen

• ARD Buffet (3.12.2019): Hautpflege für den Winter

https://www.swr.de/buffet/natuerlich-schoen-hautpflege-fuer-den-winter/-/id=98256/did=25036882/nid=98256/1eiq5ua/index.html

• NDR: Trockene Haut: Was hilft im Winter? (28.11.2019)

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Trockene-Haut-im-Winter-pflegen,haut272.html

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.: Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis

https://www.dha-neurodermitis.de/

Stand: 19.02.2020 07:59 Uhr

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