SENDETERMIN Mo, 28.10.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Immergrüner Garten

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayDorothée Wächter und Jule Schöning
Service: Immergrüner Garten | Video verfügbar bis 28.10.2020 | Bild: WDR

Im Herbst verlieren die meisten mehrjährigen Pflanzen ihre Blätter, einige jedoch behalten das Laub – die sogenannten Immergrünen. Sie sorgen in der kalten Jahreszeit für jede Menge Farbe im Garten. Viele Immergrüne eignen sich für den Formschnitt, Schnee und Raureif lassen die Strukturen besonders gut sichtbar werden und sorgen für besondere Gartenbilder in der Winterzeit. Immergrüne sollten einen Platz im Garten haben, der im Winter gut sichtbar ist.

Immergrüne: Laubgehölze, Koniferen, Stauden

Der Laubabwurf von mehrjährigen Pflanzen ist ein Schutzmechanismus, um nachhaltig die Ressourcen zu sichern und nicht durch Frost Pflanzenteile zu verlieren. Diesen Rückzug der Reserven erkennen wir an der Herbstfärbung, die in vollem Gange ist. Die Immergrünen verfügen über eine besondere Blattstruktur, um gut durch den Winter zu kommen. Aber es gibt auch eine ganze Reihe von nicht winterharten Immergrünen, die, bedingt durch die milden Winter, immer öfter im Handel auftauchen, wie beispielsweise Olive, Lorbeer und Palmen. Auch die Koniferen – Nadelpflanzen – gehören zu den Immergrünen. Sie haben keinen guten Ruf, da sie häufig nicht heimisch sind, den Boden sauer werden lassen, flach wurzeln und zum Teil Krankheitsüberträger sind, wie z.B. Wachholder, der den Birnengitterrost überträgt.

Alternativen zum Buchsbaum

Viele Jahre war der Buchsbaum die am meisten gepflanzte Immergrüne in den Gärten: schnittverträglich, robust, kleinblättrig und anpassungsfähig. Dann jedoch kamen die Krankheiten und Schädlinge, die zu vielen Ausfällen im Bestand geführt haben. Gärtner verzichteten immer öfter lieber auf den Buchsbaum. Aber welche Alternativen gibt es? Gestalterisch steht an erster Stelle die Eibe, allerdings ein Nadelgehölz. Sie ist giftig, aber das ist der Buchsbaum auch. Daneben hat sich die Japanische Hülse (Ilex crenata) einen Namen gemacht. Wichtig ist, dass alle einen neutralen bzw. leicht sauren, humosen, nicht staunassen Boden braucht. Weitere Alternativen sind Berberitze, Zwergliguster und Heckenkirsche. Immer häufiger werden auch Heidelbeeren und Bloombux mit kugeligem Wuchs angeboten.

Pflanzung und Pflege

Immergrüne können auch jetzt noch gepflanzt werden, aber zügig in den nächsten Wochen, denn noch ist der Boden warm und Wurzeln können sich bilden. Die Pflanzen werden in ein ausgehobenes Pflanzloch, Hecken in einen Graben gesetzt. Hier sollte vorm Auffüllen mit Erde kontrolliert werden, ob die Abstände auch einheitlich sind.

Weitere Pflegemaßnahmen vor dem Winter sind vor allem Schnittarbeiten. Der Zuwachs wird nochmals entfernt, damit die Konturen von Hecken und formalen Gartenelementen ganz klar sichtbar sind. Wer geübt ist, kann die Schnittarbeiten gut mit einer elektrischen Heckenschere durchführen. Eine Richtschnur hilft, damit die Kanten gerade werden. Kleinere Figuren lassen sich auch gut mit einer Handschere bearbeiten.

Wieviel Schutz brauchen Immergrüne im Winter?

Immergrüne dürfen im Winter nicht in der prallen Sonne stehen, weil sie sonst schnell vertrocknen. Das Phänomen ist folgendes: In den Blättern herrscht Aktivität, es wird Wasser benötigt. Aus dem gefrorenen Boden können die Immergrünen aber kein Wasser aufnehmen und so vertrocknen sie. Ein schattiger Standort sorgt dafür, dass die Pflanzen weniger aktiv sind und somit weniger Wasser verbrauchen. Deshalb immer Vlies bereithalten und Kübelpflanzen an einen Platz stellen, der wenig Sonne abbekommt.

Stand: 28.10.2019 08:26 Uhr

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