SENDETERMIN Mi, 20.03.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Kita-Platz gesucht

mit Susanne Meunier, Finanztest

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Service: Kita-Platz gesucht | Video verfügbar bis 20.03.2020 | Bild: WDR

Kinder ab einem Jahr haben einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Doch das garantiert nicht, dass die Eltern auch einen Kita-Platz für ihren Nachwuchs bekommen. Trotz des Ausbaus stehen in manchen Regionen einfach zu wenige Plätze zur Verfügung. Rund um Antrag, Förderung und Platzanspruch stellen sich viele Fragen.

Kosten und Verträge

Betreuungsvertrag: Der Vertrag für die Betreuung wird zwischen den Eltern und der Kita geschlossen. Darin festgehalten wird, was für das Betreuungsverhältnis wichtig ist: Ganztags- oder Halbtagsplatz, tägliche Dauer der Betreuung, wer das Kind abholen darf, in welchem Fall der Vertrag gekündigt werden kann, die Höhe der Elternbeiträge, die sich meist aus den Gebühren für den Platz und dem Geld fürs Essen ergeben.

Elternbeiträge: Die Höhe der Kita-Gebühren hängt vom Wohnort ab. Jedes Bundesland und jede Kommune regelt das selbst. In Berlin zahlen Eltern bis auf die Verpflegungskosten nichts, andernorts werden mehrere Hundert Euro fällig. Die Beitragshöhe hängt meist von mehreren Faktoren ab: Jahreseinkommen der Eltern, Alter des Kindes, Betreuungszeit und ob es Geschwisterkinder gibt. Bei Geringverdienern übernimmt häufig das Jugendamt auf Antrag die Kosten. Zusätzlich müssen Eltern meist noch das Essen bezahlen oder z.B. Bastelmaterialien. Private Kitas sind in der Regel teurer.

Steuererleichterungen: Kosten für die Kita oder Tagesmutter können Eltern als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erkennt zwei Drittel der anfallenden Kosten an – maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr. Nicht abziehbar sind die Kosten für Verpflegung und Transport des Kindes zur Kita. Betreuen Familienmitglieder das Kind, können die Kosten ebenfalls abgesetzt werden. Wichtig sind hier ein Arbeitsvertrag sowie eine Lohnüberweisung. Das Familienmitglied darf nicht mit im Haushalt leben.

Tipps

Früh kümmern: Sobald Sie wissen, dass Sie einen Betreuungsplatz für Ihr Kind benötigen, melden Sie Ihren Bedarf beim Jugendhilfeträger Ihrer Gemeinde oder Stadt an. Auf der Internetseite des Amtes erhalten Sie Infos über Anmeldung und Fristen.

Nachfragen: Sieht Ihre Kommune kein zentrales Vormerksystem vor, überlegen Sie, welche Einrichtungen infrage kommen. Melden Sie Ihr Kind dort an. Die Entfernung zum Wohn- und Arbeitsort sind wichtig. Versuchen Sie, sich auch selbst einen Eindruck der Kitas oder Tageseltern zu machen.

Klagen: Können Sie nachweisen, dass Sie trotz vieler Bemühungen keinen Platz finden, bleibt als letzte Möglichkeit eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Wie Sie ohne Anwalt und Rechtsschutzversicherung klagen, lesen Sie beim Bündnis "Kitakrise Berlin“. (https://kitakriseberlin.org/)

Weitere Informationen

• Weitere, ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter
www.test.de/FAQ-Kinderbetreuung-Alles-rund-um-Kita-Betreuung-Tagesmutter-5192054-0/
und im Heft Finanztest 3/2019 (Artikel Wegweiser zum Kitaplatz, S. 18 ff.).

• FINANZTEST BESTELLSERVICE: 030/346 46 50 82 (14 Cent pro Minute)
oder
LESERSERVICE: 09001 – 58 37 82 (62 Cent pro Minute)

Stand: 20.03.2019 12:31 Uhr

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