SENDETERMIN Di., 04.02.20 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Krebsfrüherkennung

mit Dr. med. Andreas Waltering, Inst. f. Qualität u. Wirtschaftlichkeit i. Gesundheitswesen

PlayKrebsvorsorge
Service: Krebsfrüherkennung | Video verfügbar bis 04.02.2021 | Bild: WDR

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, jeder zweite Bundesbürger erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Nach Expertenschätzung könnten rund 40 Prozent aller Krebsfälle durch einen gesunden Lebensstil und die richtige Vorsorge vermieden werden.

Doch einige Vorsorgeuntersuchungen sind in die Kritik geraten. Daher sollten sie immer auf ihren Nutzen und Schaden geprüft werden. Gesetzlich Krankenversicherte haben auf folgende Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung kostenlos Anspruch:

Hautkrebs-Screening: Hier wird der gesamte Körper auf Hautveränderungen untersucht, um möglichst früh Hautkrebserkrankungen wie den schwarzen Hautkrebs zu entdecken. Diese Untersuchung kann ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden.

Test auf verstecktes Blut im Stuhl: Diese Untersuchung soll helfen, Darmkrebs frühzeitig zu entdecken. Alle gesetzlich Versicherten im Alter von 50 bis 54 Jahren haben einmal pro Jahr Anspruch auf diese Untersuchung.

Darmspiegelung: Diese dient zur Früherkennung und Vorbeugung von Darmkrebs. Sie kann ab dem Alter von 55 Jahren zweimal in Anspruch genommen werden. Zwischen den beiden Untersuchungen müssen zehn Jahre Abstand liegen. Alternativ zur Darmspiegelung können gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre den zuvor beschriebenen Test auf verborgenes Blut im Stuhl wählen. Ist dieser positiv und eine Darmspiegelung wird nötig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Spezielle Früherkennungsuntersuchungen für Frauen

Auf Gebärmutterhalskrebs: Diese Untersuchung umfasst u.a. einen Zellabstrich des Gebärmutterhalses (Pap-Test) mit anschließender Labor-Untersuchung auf Zellveränderungen. Frauen zwischen 20 und 34 Jahre können einmal jährlich einen Pap-Test machen lassen, Frauen ab 35 alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung aus Pap-Test und Test auf bestimmte HP-Viren (HPV-Test) wahrnehmen.

Tastuntersuchung der Brust: Zur Früherkennung von Brustkrebs werden beide Brüste und die umliegenden Lymphknoten genau betrachtet und abgetastet. Frauen ab 30 haben einmal pro Jahr Anspruch auf eine Tastuntersuchung.

Mammografie-Screening: Um Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, werden beide Brüste geröntgt. Die Untersuchung kann von Frauen ab 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres alle zwei Jahre beansprucht werden.

Spezielle Früherkennungsuntersuchung für Männer

Prostata- und Genitaluntersuchung: Bei dieser Untersuchung werden die Prostata und die äußeren Genitalien abgetastet, um Prostatakrebs und Erkrankungen der Geschlechtsorgane frühzeitig zu erkennen. Männer ab 45 Jahren haben einmal jährlich Anspruch auf diese Untersuchung.

(Quelle: gesundheitsinformation.de)

Weitere Informationen

• Infos zu weiteren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Früherkennungsuntersuchungen
https://www.gesundheitsinformation.de/welche-frueherkennungsuntersuchungen-werden-von.2272.de.html

• Ultraschalluntersuchungen bei Gynäkologen, Neuregelungen seit Januar
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/krebsvorsorge-frauenarzt-1.4482409

• Weltkrebstag
https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/weltkrebstag-2020/

Stand: 14.02.2020 15:20 Uhr